Yes we can: Online-Community “Utopia” will die Welt retten
Liebe Leser,
Jetzt kommt was ganz Persönliches. Romy Uebel hier, freie Autorin, bei kinki magazine eigentlich für die seichte Welt der Mode zuständig. Als klassische Vollblut-Journalistin bin ich kein großer Fan des luftigen Bloggs. Aber ich muß dringend was loswerden und das schnell.
Gestern fand in Berlin die erste Utopia-Konferenz statt! Utopia, was? Ja, schlimm genug, dass sich manchen die Frage noch stellt. Utopia ist eine Online-Community, die sich nicht weniger auf die Fahne geschrieben hat, als die Welt zu retten. Unterstützt von vielen Gönnern aus Industrie und Politik ist es der Stiftung in nur einem Jahr des Bestehens gelungen, zu einer wirklich mächtigen Bewegung zu werden.

An diesem verregneten Samstag in der grauen Hauptstadt konnte man spüren: diese gut 500 geladenen Gäste wollen wirklich etwas ändern, ganz eigennützig, denn es geht um nicht weniger, als unser aller Leben! Die Atmosphäre im imposanten Radialsystem, dem Veranstaltungsort hatte etwas Magisches, und man spürte: hier passiert gerade etwas. Jeder der mich besser kennt weiss, es braucht einiges, um mich zu beeindrucken…
Und ich habe den besten Vergleich, denn Dienstag und Mittwoch dieser Woche verbrachte ich auf dem Deutschen Handelskongreß – auch eine Konferenz. Die Konferenz der grauen Herren der deutschen Industrie. Gut 1300 Euro zahlten die Teilnehmer, um Vorträge von Wirtschaftsgrößen und Politikern zu lauschen. Die meisten saßen allerdings eher hirntot im Publikum und tippten in ihre Blackberrys.
Bei Utopia hat niemand Eintritt gezahlt – die Leute waren alle freiwillig da. Währen der Referate konnte man Stecknadeln fallen hören, in den Pausen wurden überall Visitenkarten getauscht und heißblütig diskutiert. Und laßt Euch gesagt sein, die Aktivisten 2008 sind nicht mehr die Langhaarigen mit Birkenstocks und mit Hanf in der Birne. In Berlin versammelte sich Jung und Alt, smarte Typen in schicken Anzügen saßen neben süßen Mädels im Strickkleid, Forscher, Designer, Berater und Pädagogen – ein Querschnitt der über 30.000 Mitglieder, die sich schon jetzt stolz Utopisten nennen. Sie alle brennen dafür, ihren Teil dazu beizutragen, die Welt ein bißchen besser zu machen!
Die Gewinner des Utopia-Awards 2008
Dieser Kongresstag war ein Tag, der Chancen und Lösungen gezeigt hat.
Dr. Amory Lovins vom Rocky Mountain Institute etwa zeigte technische Lösungen zum Klimaschutz, Forscher und Verfahrenstechniker Dr. Michael Braungart sprach über Innovationen wie eßbare Sesselbezüge. Die Schauspielerin Daryl Hannah, eine glühende Aktivistin, appellierte gar an die Liebe. Nicht cheesy, sie meinte es so und jeder der diese Frau strahlen sah, wollte nichts anderes als ihr auf ihrem Weg folgen. Bei der abendlichen Verleihung des ersten Utopia-Awards gab es ähnliche Gänsehaut-Momente und prominenten Support von Sandra Maischberger, Jana Palaske und Laurence Bender.
Die Utopisten sagen nicht nur: yes, we can! Sondern: wir machen schon mal weiter! Bitte liebe Leute: geht auf www.utopia.de und lernt das Portal kennen. Man kann irre viel lernen, witzig aufbereitete Beiträge von Menschen lesen, die Nachhaltigkeit jeden Tag leben. Vielleicht empfehlt ihr es weiter oder werdet ja selbst Utopist wie ich. Change is good!
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Kommentare (1)
hallo kinki,
danke für diesen tollen beitrag, es freut uns sehr, dass es dir so gefallen hat. willkommen in utopia
liebe grüße
Kommentar von daniel überall — 18.11.2008 @ 17:03daniel