Wochenschau: Krieg an der Kleiderfront


Oh du fröhliche Nach-Weihnachtszeit. Nachdem die Mägen und Menschen der Welt wieder einmal gemästet wurden und sich alle schön mit der neu zusammengepressten Schokolade von letzten Ostern vollgestopft haben, kommt endlich die Zeit bis zum Countdown des Schrittes ins neue Jahr.
Mit der Vorfreude nach Weihnachten fängt auch immer der Ausverkauf an. Die schlimmste Zeit im Jahr. Wer denkt, dass Menschen Anfangs des Winters aufgrund Winterdepressionen launisch und mürrisch sind, sollte sich einmal mit gewissen Frauen im Ausverkaufs-Dschungel herumschlagen.
Was da geschieht, ist Krieg an der Kleiderfront. Gewehre werden durch Absätze getauscht, Handtaschen werden zur niederschlagenden Geheimwaffe und die Finger scheinen sich wie kleine, vom Körper losgelöste, raffgierige Teile auf die Kleiderrestbestände zu stürzen.
Und wenn die schmerzhaften Auseinandersetzungen im Getümmel vorbei sind, kann man sich sicher sein, dass eine weitere psychische Tortur in der Garderobe nicht lange auf sich warten lässt.
Wo sonst findet man Jaqueline, Susi und Angie zusammen in einer Kabine, versunken in einer endlosen Diskussion darüber, wer sich nun mehr Fettpölsterchen an Weihnachten angegessen hat. Das Drama beginnt aber erst, wenn sich der gewünschte Partnerlook der drei Girlies nicht erfüllen kann, weil aufgrund der Ausverkaufs nur noch zwei der gewünschten drei gleichen Shirts erhältlich sind. Und da sie genau wegen dieser Shirts eigentlich die neuen Popstars werden wollten, hat der elende Sonderverkauf ihre Träume zunichte gemacht und das Wehklagen nimmt nun Dimensionen an, von denen man gar nicht berichten möchte…
So findet man mich entweder frühmorgens mit literweise Kaffee vor den Geschäften stehen oder aber im Verlauf des Tages mit dem Flachmann an der Brust im Getümmel…
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Kommentare (1)
Katja: the best!
Kommentar von matstraub — 29.12.2009 @ 09:59