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Wochenschau: Es gibt keine Liebe ohne Schnurrbart

Am 1.12.09 von katja 4 Kommentare

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“Es gibt keine Liebe ohne Schnurrbart”. Diese weisen Worte sprach Guy de Maupassant, und auch Kaiser Willhelm II. war sich der Wirkungskraft von Schnurrbärten vollends bewusst. So lief er mit erhobenem Haupte und einem Zwirbelbart durch die Strassen und beeindruckte damit wohl auch schon in früheren Jahren Scharen von Frauen, die sich des damals beliebten Riechsalz bedienen mussten.

Der Schnauz: ein männliches Accessoires sondergleichen, rein und kräftig, anziehend und wild und vor allem haptisch und realistisch, ausserdem bestimmt noch nicht als iPhone-App erhältlich. Was für manche – mir total unverständlich – als absoluter Liebestöter Nummer Eins gehandelt wird, ist für andere – und dazu zähle ich mich auch – die Erfüllung lang gehegter Träume.

Endlich gibt es die Dandys unserer Zeit, die sich stolz mit dem Pornobalken in der Öffentlichkeit zeigen. Tom Selleck als Magnum aus den 80ern erlebt ein Revival, welches aktuell betrachtet an jeder Vernissage, in jedem Schuppen klar zu erkennen ist. Der Schnauz als Arschloch über der Lippe ist Vergangenheit, die Assoziationen mit Sextouristen oder Pornodarstellern werden von den Trägern so charmant revidiert, dass der Schnauzer eine herrliche, elegante Erscheinung erhält.

Vorbei sind Gruselgeschichten wonach sich Essensresten über Wochen zwischen den Haaren verstecken oder Käfer sich’s im Oliba-Dschungel gemütlich machen würden.
Alles Negative und Hässliche, was mit dem Schnurrbart in Verbindung gebracht wurde, wird verschwinden. Genügend lange musste er in der Dunkelheit verharren, durfte nicht offen getragen werden, nur aus Angst, sich einem gewissen Cliché unterzuordnen. Doch glücklicherweise ist es auch hier wieder einmal die Mode, die dem Schnauz seinen gebührenden Status verleiht.
Liebe Männer mit Schnauz: ich danke und liebe euch.

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Kommentare (4)

  • obwohl die träger die assoziationen mit sextouristen oder ähnlichem anscheinend charmant revidieren, bezeichnest du den schnauz als pornobalken?

    ich hoffe doch sehr, dass dies nicht mit der grösser werdenden akzeptanz gegenüber “porno” (welche mir im moment überaus “in Mode” zu sein scheint) in unserer gesellschaft einher geht.

    Kommentar von cerco — 01.12.2009 @ 11:04
  • schnauz bei frauen: pfui! schnauz bei herren: hui?

    Kommentar von matty f. gordon — 01.12.2009 @ 11:08
  • haha! geiles bild, liebe katja!!!

    Kommentar von anja — 01.12.2009 @ 11:25
  • die verwendung des pornobalkens erwähne ich direkt liebenswürdig und soll nichts mit bösen hintergedanken zu tun haben. heute ist das wort porno eh nicht mehr mit dem gleichzusetzen was es mal war: genügend leute sagen leider schon anstatt “das is ja toll” “das is ja porno”.
    und schnauz bei männer: mehr als HUI!!!

    Kommentar von katja — 01.12.2009 @ 19:09

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