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Wo die wilden Kerle wohnen. Oder doch eher feiern.

Am 12.8.09 von shamblebaby 1 Kommentar

Review: Openair Freaktal, 6.–9. August 2009

Was sind heutzutage die Kriterien für ein erfolgreiches und beliebtes Festival? Wirft man einen Blick auf die musikalischen Geschehnisse der letzten paar Wochen, jedenfalls was den Openair-Betrieb angeht, möchte man mal ganz verallgemeinernd sagen: International bekannte Headliner, riesiges Gelände platziert in einer möglichst grossen Stadt.

Mit all dem kann das Freaktal Openair in Gipf-Oberfrick im Aargau nicht auftrumpfen. Dafür aber mit einer heimeligen, familiären Atmosphäre, fantasievollen Barnamen (dieses Jahr war sogar Moe’s aus Springfield vertreten) und unterhaltsamen Wettbewerben und Wettkämpfen.

Openair Freaktal 2009

Beim diesjährigen letzten Festival, welches zugleich sein 10. Jubiläum feiern durfte, konnten die Besucher ihr Können im Gummitwist-Springen, Watergliden oder Fussball spielen unter Beweis stellen. Aber auch die kreativen Geister unter den Besuchern kamen nicht zu kurz: beim Lego-Contest und der Jamsession waren Fingerfertigkeit und Stimmkraft gefragt. “Wichtig ist uns, dass unsere Gäste nicht nur konsumieren, sondern sich auch aktiv am Freaktal einbringen können”, meint Esther Studer, Medienverantwortliche des Openairs.

Openair Freaktal 2009

Zu konsumieren gab es allerdings auch einiges: Am Donnerstagabend verwandelte sich die Zeltbühne mit ‚Walk The Line’ in ein kleines Openair Kino, während auf der Hauptbühne die Schweizer Band Notausgang und später die deutschen Punkrocker Die Schröders dem Publikum einheizten und den Start des zehnten und letzten Freaktal Festivals einläuteten.

Am Freitag wurde das kleine Dorf erneut beschallt, unter anderem von Navel aus der Schweiz und The Dreadnoughts aus Kanada. Moe’s Taverne wurde zur Konzertbühne, selbst in den für passionierte Konzertgänger doch eher frühen Morgenstunden. Am Samstagmorgen um zehn Uhr packten Das Pferd ihre drei Instrumente aus und weckten endgültig jeden auf, der es gewagt hatte, sich doch noch kurz hinzulegen. Mit weiteren Künstlern wie  Rainer von Vielen, Conquest Of Steel und Attack Of The Mad Axeman kam der Samstag, jedenfalls musikalisch, langsam zum Ende. Fast jedenfalls. Der letzte Auftritt auf der Bühne gehörte Smith & Smart, danach folgte die Krönung der waschechten Freaks, was bei diesem Publikum bestimmt keine einfache Entscheidung gewesen ist (ich erinnere mich nur zu gern an den einen Typ, der letztes Jahr ständig ein kleines, aufblasbares Plastikboot hinter sich her gezogen hat. In diesem Plastikboot sass eine Plüscheule. Sehr nett. Für die Eule.).

Openair Freaktal 2009

Nebst all den Lobhudeleien hat es natürlich trotz aller Liebe auch noch Platz für ein wenig Kritik. Man kann ja schliesslich nicht alles mit lyrischem Zucker überziehen, nur damit man die verbrannten Stellen nicht mehr schmeckt. Liebe Freaktal-Organisation: Dieses Jahr war es einfach ein Spürli zu gross. Das Gelände meine ich. Die wirklich guten Sachen wirken auch (manche sagen sogar: vor allem) im Kleinen.

Openair Freaktal 2009

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Kommentare (1)

  • toll. alles toll!

    Kommentar von anonym — 13.08.2009 @ 10:50

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