Wenn Wände sprechen könnten…

Wenn Wände Augen und Ohren hätten, wüsste so manch altes Gemäuer die spannensten Geschichten zu erzählen. Das Zürcher KUSS Magazin machte sich in diesem Sommer daran, herauszufinden, was das Seefeld-Razzia, das ehemalige Stummfilmkino aus den 20er-Jahren alles so zu erzählen hätte. Konkret heisst das, dessen einzigartige Geschichte aufzuarbeiten, zu recherchieren, diskutieren, fantasieren und Erklärungen zu finden.
Folgenden Fragen gehen die KUSS-Macher nach: Wie konnte es passieren, dass die wertvollen Malereien im Innneren 1952 verstümmelt wurden und anschliessend 35 Jahre lang in Vergessenheit gerieten? Wann wechselte es den Besitzer, wurde zum Sexkino, zum Familienkino, zum Publikumsmagneten? Wie wurde der eigentliche Wert wieder entdeckt – und warum war es möglich, dass ein geschichtsträchtiges, denkmalgeschütztes Gebäude ab 1989 während beinahe zwei Dekaden dem Zerfall überlassen wurde?
Was das KUSS-Team bei seinen Recherchen herausfindet, kommt in Form von Texten und Illustrationen direkt auf die hohen schwarzen Wände des Seefeld-Razzia, das seit 2008 dem Gebäude wieder ein Gesicht verleiht.


Das KUSS Magazin ist bekannt dafür, seine Inhalte nicht bloss auf Papier zu drucken, sondern diese in innovativen Formen unter die Leute zu bringen. Inhaltlich wird neben Historischem auch Persönliches zum Zuge kommen. Verschiedene Akteure aus vergangenen und aktuellen Tagen fassten ihren persönlichen Bezug zum eindrücklichen Ort in Worte.
Am 2. September 2010 wird die aufgearbeitete Geschichte im Rahmen einer Vernissage im Seefeld Razzia der Öffentlichkeit das erste Mal zugänglich gemacht. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Danach ist die Ausstellung am Freitag, 3. und Samstag, 4. September ab 20 Uhr geöffnet.
Wann: Ab dem 2. September 2010 (Vernissage)
Wo: Seefeld Razzia, Zürich
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