Weltenbilder
Was tun mit einem dem Abriss geweihten Haus in dessen Untergeschoss sich noch über 200 ungenutzte Garderobenschränkchen der ehemaligen Angestellten befinden? Mit genau dieser Frage sah sich das ehemalige Tiefbauamt der Stadt Bern konfrontiert. Doch anstatt das Gebäude gleich mitsamt der Einrichtung dem Erdboden gleichzumachen, um Platz für einen Neubau zu schaffen, engagierte man erst noch 65 nationale und internationale Künstler aller Disziplinen, die hinter 195 Schranktürchen ihr eigenes Bild der Welt gestalteten – “Weltenbilder” eben.


Was hinter den Spindtüren auf einen wartet ist oft sehr witzig, manchmal unendlich schräg, aber auf jeden Fall immer für eine Überraschung gut. In der ‹Gebrauchsanweisung›, die man eingangs erhält, steht dann auch: ‹Gehen Sie durch die Garderobe, öffnen Sie die Schranktüren und lassen Sie sich von teils grenz- und schrankübergreifenden Sichtweisen überraschen. Verbringen Sie auch eine Weile in einem Schrank. Und bitte schliessen Sie die Schranktüren wieder für die Besucher nach ihnen.›


Die Ausstellung lief bereits im vergangenen November an, öffnet ihre (Schrank-) Türen nun aber erneut vom 27. bis 30. Januar 2010 täglich zwischen 11 und 22 Uhr. Wer mehr über die Ausstellung im ehemaligen Tiefbauamt an der Schwarztorstrasse 102 oder zum genauen Programm der Finissage am 30. Januar erfahren möchte, klickt auf myspace.com/weltenbilder.

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