Über Friseurbesuche, ewige Singles, Psychoterror und Telefonleichen.

Neue Woche, neues Glück.
Nachdem meine Freunde mir bei unserem letzten Biergartenbesuch freundlich aber bestimmt erklärt haben, dass ich momentan nicht so toll aussehe, sich das aber durch die besonderen Umstände erklären lässt und ich mir das auch ruhig mal erlauben dürfte, bin ich dann doch mal wieder zum Friseur gegangen und habe mir mein Haupt polieren lassen.
Dort konnte mir Tina, die “Spezialagentin” in Sachen Haare färben, dann auch eindrücklich den Stress wortwörtlich von den Haaren ablesen. Ich brauchte also gar nichts zu sagen, sie wusste Bescheid. Leider gehört auch sie zu denen, die momentan alles darum geben würden, mal wieder Stress mit irgendwem zu haben, nur um überhaupt mit jemanden irgendwas zu haben. Mein Wunsch nach Abstinenz und männerfreie Zonen stiess also nur bedingt auf Zuspruch. Aber zumindest schöpfte ich Energie aus dem, was ihr anscheinend schon so alles passiert ist (ach, wie sind wir Frauen uns doch alle ähnlich…), denn geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.
Ich zog danach guten Mutes weiter in mein Stammcafé, wo ich eine ehemalige Kollegin traf, die, freudig davon berichtend, sich auch von ihrem Freund getrennt hatte, aber noch volle 6 Monate mit ihrem Ex zusammen gewohnt hatte. Bitte? Ok, ich bin also kein Einzelfall. Allerdings geschah das bei ihr anscheinend eher aus psychologischen Gründen: man wollte sich voneinander “abgewöhnen”, erzählte sie mir. Man habe diese Phase der Trennung bewusst so gewählt. Hilfe!
Dass sich jeder anders mit diesem Thema beschäftigt, war mir klar, aber so etwas hatte ich noch nie gehört. Hört sich eher nach “Unentschlossenheit” und “Psychoterror” an. Naja. Meine Allzeit-Single Freundin Nina ist auch nur noch bedingt erfreut über das Thema No.1 und schüttelt nur noch den Kopf vor Hass, wenn ich anfange von “zu Hause” zu berichten. Ihr Lieblingsthema ist eher jenes ihrer Versuche, sich selbst zu zügeln, nicht Veflossene und “Telefonnummerleichen” (”Matthias, wer war eigentlich Matthias?”) zu aquirieren, um endlich mal wieder zum Zuge zu kommen, wie das bei mir der Fall ist. Da fehlt ihr natürlich gerade ncoh eine Freundin, die sich mit ihrem Ex rumschlägt. Man beachte dazu den freundlichen Kommentar von ihr unter dem Text der letzten Woche. Allerdings war mir ihre Verzweiflung bis zu dem Moment nicht bewusst, in dem ich lesen musste, dass sie mich selbst um den Stress mit meinem Ex beneidet, nur weil dies zu bedeuten hat, dass man überhaupt mal jemandem was bedeutet hat. Pure Verzweiflung. Aber ihre Ex-Affäre melde sich wieder regelmässig bei ihr, liess sie mich wissen. Allerdings sind Worte wie “Vermiss dich…” nicht unbedingt das, was Nina von einem Mann hören will, den sie verlassen hat, weil der seine Frau nicht verlassen wollte.
So relativieren sich alle meine “Miniprobleme”. Zwar langsam, aber zumindest tun sie es. Momentan sind wir schon bei “G” wie “Gütertrennung” angelangt, und ich freue mich auf “T” wie “Tschüss”.
Rita, 26, ist laut Sternkreiszeichen Fisch, also eine Träumerin. Sie liefert kinki wöchentlich einen Auszug ihrer Gedanken über die 2 grossen Themen des Lebens: Liebe & Sex.
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Kommentare (4)
ich kenne diese Situation nur zu gut!
Kommentar von steff — 02.06.2009 @ 18:12geht mir auch so
Kommentar von sue — 02.06.2009 @ 18:12nie mit der ex zusammen wohnen das ist rosenkrieg pur!
Kommentar von jake — 02.06.2009 @ 18:58Schätzeleiiiin nu biste frei und ich raus aus der Ex- Freunde Zone
Kommentar von Nina — 31.07.2009 @ 05:05