Thursday 2.0 – eine Initiative für mehr Kultur am Donnerstagabend
Der Donnerstagabend als vorgezogener Start oder gar Alternative zum eigentlichen Wochenende, hat in der letzten Zeit enorm an Bedeutung und Interesse gewonnen. Dieser Trend hat nun auch in Luzern Einzug gehalten, wobei allerdings die kulturelle Varietät – und daraus folglich auch die Attraktivität dieses Abends – eher gering ist.
Der Verein “Korsett” ist sich dessen bewusst und läutet deshalb den neuen Donnerstag ein. Der Begriff “Thursday 2.0″ steht in diesem Zusammenhang sinnbildlich für eine kulturelle Erneuerung des Donnerstagabends, wobei im Vordergrund nicht nur die musikalische Note steht, sondern gleichermassen auch andere Aspekte, beispielsweise visueller Art, beleuchtet werden sollen. Diese Initiative zeichnet sich durch drei unterschiedliche Eventserien aus, wobei den gemeinsamen Nenner jeweils der Donnerstag darstellt. Nachfolgend beschreiben sich diese drei Serien wie folgt:
60 Hz – When physics meets Clubculture
Wenn Physik auf Clubkultur trifft, dann ergibt das mit Garantie eine ziemlich explosive Mischung. “Hertz” bezeichnet ja bekanntlich die Masseinheit für ein periodisch oder zyklisch auftretendes Phänomen, wie beispielsweise eine Schallwelle, welche durch die Anzahl von Schwingungen pro Sekunde definiert wird (an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Wikipedia). Wenn nun aber 3 Nerds den Gesetzen des Physikers Heinrich Rudolf Hertz folgen und die ideale Anzahl Schwingungen pro Sekunde suchen, so ergibt die Schnittmenge daraus 60 Hz. Dieser Terminus wiederum steht sinngemäss für pumpende Dubstep- und Street Bass-Mucke und jegliche Art von “bass-driven”-Music, welche ab dem 27.08.09 immer am letzten Donnerstag des Monats durch das alte Gemäuer der Gewerbehalle Luzern donnert.
Alle Bass-Suchthaufen sind eingeladen, die Physik 2.0 zu feiern und ihre Dosis Bassfrequenz zu konsumieren. Nebst den Resident DJs Hood Regulators und DJ Deadbybeats werden auch diverse Gäste ihre Bässe so tief wie den Marianengraben durch die Membranen jagen, ganz gemäss dem Motto der New Yorker Produzenten-Legenden BOMB SQUAD: “Bass, how low can you go?!”
Jeder DJ wird zudem sein gespieltes Set zum kostenlosen Download ins Netz stellen und so dafür sorgen, dass dieser Event einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Glaubt man den Gerüchten, ist auch bereits eine monatliche Mix-Serie in Planung… Los geht’s jeweils um 23.00 Uhr, Eintritt: CHF 5.- Gäste des am gleichen Abend stattfindenden Events K.TV erhalten freien Eintritt.

K.TV – Musikvideobar 2.0
Weil heute ja mehr oder minder alles “2.0-mässig” getunt ist, soll dies auch bei der Musikvideobar nicht anders sein. K.TV steht sinngemäss für “Korsett TV”, also im Grunde genommen Fernsehen in Clubatmosphäre. Bei diesem Format geht es aber mitnichten darum, sich Super 8-Homemade-Flics der einzelnen Vereinsmitglieder anzutun, sondern vielmehr um visuelle, künstlerische und grafische Aspekte. Die Regie, bestehend aus den Visual Jockeys Tobias Bünter, Patrick Portmann, Amadeus Waltenspühl und Pascal Arnold plus die “korsett’sche Jubaira”, dargestellt von Kackmusikk, führen durch sieben sich unterscheidene Videogenres, die da wären: K.TV Trash, K.TV Animated, K.TV Experimental, K.TV Classics, K.TV Censored, K.TV Sex Sells und K.TV Splatter.
Fernab der MTV-Ideologie wird den Besuchern die ganze Bandbreite des Musikvideos, angefangen bei filigraner Ästhetik bis hin zu anmutendem Trash, dargeboten und so bewiesen, dass das Musikvideo - bisher oft als oberflächliches Promotionsvehikel für Tonträger genutzt – auch zu einer eigenständigen Kunstform herangereift ist.
Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr startet dieser Event nach der Sommerpause ab dem 27.08.09 in der Gewerbehalle Luzern wieder durch und wird nebst dem gewohnten Programm mit einigen Erneuerungen sicherlich für interessante Abende sorgen.
Sämtliche gezeigten Videos sind nach Ende des Events jeweils auf der K.TV-Website inklusive Hintergrundinfo abrufbar. Zudem findet im Anschluss an dieses Format die neue Dubstep-Serie 60Hz statt. Gäste des K.TV erhalten freien Eintritt.

Ghost Notes – eine Auswahl delikater elektronischer Klangerzeugnisse
Als Ghost Notes werden sehr leise Schläge bezeichnet, welche nur für geschulte Hörer klar erkennbar sind. Diese Schläge werden gezielt von Percussionisten aber auch von anderen Instrumentalisten eingesetzt, um dem Rhythmus mehr Tiefe und Fülle zu verleihen. In etwa so kann auch das Konzept dieses Formats beschrieben werden, welches ab dem 10.09.09 jeden zweiten Donnerstag des Monats in der Bar 59 Luzern durchgeführt wird. Hier geht es weder um gängige “Four to the Floor”-Takte oder Bootyshaker-Riddims, noch um eingängige Refrains mit Karaoke-Faktor, sondern vielmehr um Glitch, IDM, Electronica, Downbeat und Ambient-Sounds. Hier wird versucht, die Zwischenschläge der elektroakustischen Musik aufzuzeigen, Klänge zu spielen, welche vielleicht bis ahnhin überhört wurden.
Diese Eventreihe sucht in Zwischenräumen nach Nebenklängen des allseits bekannten, bietet so ein ungeahntes Spektrum an elektroakustischen Leckerbissen. Die Resident-DJs Double M und MistaMista machen sich seit Jahren in diesem Bereich der elektronischen Musik verdient und werden mit Bestimmtheit dafür sorgen, dass bei einigen Besuchern eine musikalische Sinneserweiterung eintritt.
Auch diese Serie kann auf ein gut besuchtes erstes Halbjahr zurückblicken und wird mit Sicherheit mit einigen musikalischen Leckerlis aufwarten. Mehr musikalische Info und haufenweise Audiomaterial werden in regelmässigen Abständen auf der eigenen Myspace-Page abrufbar sein. Los gehts jeweils um 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
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Kommentare (6)
alter, der double-m link führt völlig wo anders hin als er eigentlich sollte…
Kommentar von m. — 27.08.2009 @ 15:23…und genau darum ist es ein Tag und kein Link! Grüsse aus dem Silicon Valley….
Kommentar von Bill Gates sein Assistent — 27.08.2009 @ 16:00kollege, ich kenn den unterschied von tag und link und ich hab nicht das tag gemeint sondern den link im text… und das ist ja geändert.
Kommentar von john — 28.08.2009 @ 16:17ich bin für freie liebe !
Kommentar von hansi — 28.08.2009 @ 20:22…ich für nack wandern!
Kommentar von mr. s — 31.08.2009 @ 09:24sorry, NACKT…
Kommentar von mr. s — 31.08.2009 @ 09:24