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	<title>Blog - kinkimag.com &#187; Henry &amp; Paul</title>
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	<description>das neue lifestyle magazin der schweiz</description>
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		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 24</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 05:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit der Liebe. Und Chips. Und empfindlichen Frauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit der Liebe. Und Chips. Und empfindlichen Frauen.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-19336 aligncenter" title="Henry &amp; Paul – Nr. 24" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/HenryandPaul_Nr.24.jpg" alt="Henry &amp; Paul – Nr. 24" width="480" height="570" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Was bedrückt Sie, Sir?</strong><br />
Ich schwelge in Erinnerungen. Man gedenke nur der Liebe! Dieser ersten zaghaften und tollpatschigen Gehversuche, die in ungewollten Schwangerschaften, Wehklagen, zerkratzten Gesichtern und losen Beinkleidern endeten.</p>
<p><strong>Ein jeder muss da – mehr oder weniger – durch, Sir.</strong><br />
Jaja. Plattitüden. Hast du die Liebe gefunden, Henry? Die Liebe?</p>
<p><strong>Wenn Sie meinen, dass ich mich…</strong><br />
Ruhe, Henry. Ich will es dir erzählen. Ich ging damals in diesen Laden in Sechuan. Klopfte artig meine Schuhe ab, ging hinein ins lärmende Grell. Bestellte ein paar Kartoffelchips, beizend, ätzend, mit Säure und Gewürz. So schien es mir, als ich frohgemut knackend und krachend wieder die Strasse hinunterstolzierte. Die zarte Haut des Gaumens zerfetzt, aber Neonlicht im Herzen. Und was geschah? Eine Kleopatra sprach mich an, Reis in ihrer Stimme, Miles Davis in ihrem Gesicht. Changchang hiess sie, oder so ähnlich, und Dangdang wollte sie. Oder so ähnlich.</p>
<p><strong>War Sie eine Prostituierte, Sir?</strong><br />
Untersteh dich, Henry! Wir verstanden uns auf Anhieb. Auch ohne Worte, nur mit Hand- und Hüftzeichen. An der Hand nahm ich sie denn auch, fröhlich und brünstig und so wandelten wir auf den dünnen Pfaden des nächtlichen Vergnügens.</p>
<p><strong>Ich dachte es mir, Sir.</strong><br />
Im Hotel, so gurrte es Changchang, da würde sie mir neue Sphären der leiblichen Erquickung eröffnen, das Tor des Paradieses weit aufreissen. So wollte ich ihr Geschnatter jedenfalls verstehen, versunken in der schwarzen Pracht ihres Haares.</p>
<p><strong>Was geschah dann, Sir?</strong><br />
Dann entwich Sie mir, lief plötzlich von dannen. Ein Freund habe sie gerufen, erklärte Sie mir fuchtelnd – und alles was ich jetzt von ihr habe, sind die spärlichen Erinnerungen an ihre liebreizende Gestalt.</p>
<p><strong>Bei allem Respekt, Sir. Das ist keine Liebe.</strong><br />
Wieso nicht, Henry?</p>
<p><strong>Vermissen Sie sie, Sir?</strong><br />
Ich… nein. Nur mein Portemonnaie, dass damals auf mysteriöse Weise verschwand.</p>
<p><strong>Soso, Sir. Sie halten Changchang also für eine Diebin.</strong><br />
Ach was. Nur abends, wenn ich mich in den Schlaf langweile, da überkommt mich noch heute der Verdacht, dass sie nur verschwand, weil ich zwischen unseren schmachtenden Küssen masslos Säurechips in mich reinstopfte.</p>
<p><strong>Könnte sein, Sir. Könnte sein.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 23</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 07:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den grauenhaften Sätzen. Und langen Unterhosen. Und kleinen Häufchen auf dem Tresen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den grauenhaften Sätzen. Und langen Unterhosen. Und kleinen Häufchen auf dem Tresen.</p>
<p></strong><strong><img title="Henry und Paul Nr.23" src="../wp-content/uploads/2010/02/hundp_23.jpg" alt="Henry und Paul Nr.23" width="480" height="570" /></strong></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong><br />
Sir? </strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Darf ich Ihnen diese Kritik vorlesen, Sir? </strong><br />
Schiess los, Henry.</p>
<p><strong>&#8220;Dieser Künstler lässt all jene Herzen schmelzen, welche sich an schwermütigen Sommerabenden laben.&#8221;</strong><br />
Was für ein Schwachsinn, Henry.</p>
<p><strong>Weshalb, Sir? </strong><br />
Die Sprache verkümmert, Henry. Ein &#8220;schwermütiger Sommerabend&#8221;? Na gut: kommt ein Sommerabend in die Kneipe und bestellt ein Glas Scotch.</p>
<p><strong>Sir… </strong><br />
Warte, Henry. Der Barkeeper fragt ihn: Alles klar an der Bar? Der schwermütige Sommerabend antwortet: Nein Mann, ich bin schwermütig. Weisst du, mein frohlockender Frühlingsmorgen hat heute mit mir Schluss gemacht.</p>
<p><strong>Sir, falsche Sprachbilder gibt es zuhauf. </strong><br />
Jaja. Und so sitzt dieser Sommerabend schwermütig in der Bar und betrinkt sich einsam und allein und schabt kleine graue Häufchen vom Flaschenetikett auf den Tresen. Und dann, pardautz! Schneit der laue Spätsommerabend zur Türe hinein. Das Ende der Geschichte ist klar, Henry.</p>
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sie gehen zusammen ins Bett.</p>
<p><strong>Oh. </strong><br />
Ja, Henry. Obwohl ich es mir kompliziert vorstelle, wenn zwei Abende bis zum Morgengrauen miteinander kopulieren. Technisch gesehen, natürlich.</p>
<p><strong>Sie schweifen ab, Sir.</strong><br />
Jaja. Wusstest du übrigens, dass gewisse Dinge ungeachtet aller technischen Fortschritte unumwindlich sind?</p>
<p><strong>Pardon… Sir?</strong><br />
Ja, beim Händewaschen nach vorne rutschende Pulloverärmel zum Beispiel. Die Hände voller Seife und die Unterkante des Ärmels ist bereits nass. Mit dem Kinn oder mit sonstigen Verrenkungen versucht man, sie wieder hochzuziehen, was aber selten zufriedenstellend klappt.</p>
<p><strong>Wie kommen Sie jetzt plötzlich darauf, Sir?</strong><br />
Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern, Henry. Schlechte Schreiberlinge und nasse Pulloverärmel wird es immer geben. Ich gehe gar soweit und vergleiche diesen zitierten Schreiberling mit einem Waschlappen. Und als Waschlappen könnte man auch nasse Pullover verwenden.</p>
<p><strong>In der Tat, Sir. </strong><br />
Oder ausgeleierte lange Männerunterhosen.</p>
<p><strong>Das… stimmt auch, Sir. </strong><br />
Na also. Dann könnte man ohne Müh und Not schreiben: &#8220;Dieser Künstler lässt all jene Herzen schmelzen, die sich daran laben, in schwermütigen Sommernächten ohne lange Unterhosen zu kopulieren.&#8221;</p>
<p><strong>Manchmal machen Sie mir Angst, Sir.</strong></p>
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		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 22</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-22/</link>
		<comments>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-22/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 10:25:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den Selbstheilern. Und Hamstern in Flaschen. Und Spaziergängen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den Selbstheilern. Und Hamstern in Flaschen. Und Spaziergängen.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-16819" title="Henry &amp; Paul - Nr.22" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/HenryandPaul_Nr.22.jpg" alt="Henry &amp; Paul - Nr.22" width="480" height="583" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Darf ich mir heute Nachmittag freinehmen?</strong><br />
Natürlich, Henry. Aber weshalb?</p>
<p><strong>Ich muss nachdenken, Sir. Über die Welt. Und den Lauf der Dinge.</strong><br />
Quatsch.</p>
<p><strong>Wirklich, Sir, ich muss meinen Kopf lüften.</strong><br />
&#8220;Ein Mann läuft gegen den Wind, das Telefon ringt, mit sich selbst.&#8221;</p>
<p><strong>Wer läuft gegen den Wind, Sir?</strong><br />
Ein Mann, Henry.</p>
<p><strong>Ach so. Ein Haiku?</strong><br />
Fast, Henry.</p>
<p><strong>Und was soll ich damit, Sir?</strong><br />
Es braucht nicht immer einen Spaziergang, um sich selbst zu heilen.</p>
<p><strong>Sondern… ein Haiku? Verzeihen Sie mir, Sir, aber das ist absurd.</strong><br />
Versuche es selbst, Henry.</p>
<p><strong>Ich… kann nicht dichten, Sir.</strong><br />
Jeder kann dichten, Henry.</p>
<p><strong>Puh. Also gut. &#8220;Der Frosch auf dem Kleeblatt…&#8221;</strong><br />
Hör auf, Henry.</p>
<p><strong>Aber Sir, Sie haben doch gesagt…</strong><br />
Schweig. Hier hast du noch eins. &#8220;Ein Hamster in der Flasche Hineingestopft am Sonntag, ohne Bett.&#8221;</p>
<p><strong>Oh.</strong><br />
Ja, Henry.</p>
<p><strong>Wie kommt der Hamster in die Flasche, Sir?</strong><br />
Mit Gewalt. Und einem Hammer.</p>
<p><strong>Wer ist der Hamster, Sir?</strong><br />
Denk darüber nach, Henry.</p>
<p><strong>Bin… ich das, Sir?</strong><br />
Denk darüber nach, Henry. Mach einen Spaziergang. Lüfte deinen Kopf. Erst dann bist du bereit.</p>
<p><strong>Jawohl, Sir.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 21</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-21/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 07:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den Golfschlägern. Und müden Damenhäuptern. Und Affen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den Golfschlägern. Und müden Damenhäuptern. Und Affen.</strong><br />
<strong><br />
</strong><img title="Henry &amp; Paul Nr.21" src="../wp-content/uploads/2010/01/henry_and_paul.jpg" alt="Henry &amp; Paul Nr.21" width="480" height="583" /><br />
<small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong><br />
Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Sir, Sie verziehen ihr Gesicht, stimmt etwas nicht? </strong><br />
Es kneift und zieht Henry, ganz arg. Im Rücken</p>
<p><strong>Sie haben sich verspannt, Sir. </strong><br />
Ein Schwung wars mit dem siebener Eisen, beim 14. Loch.</p>
<p><strong>Sir, Sie wissen doch, dass ich nichts vom Golfen verstehe. </strong><br />
Jaja. Sport täte dir gut, Henry!<br />
<strong><br />
Ich weiss, Sir. Doch es gab einst einen Burschen in meiner Schule, alles beneidete ihn, sportlich eine Klasse für sich. Ein famoser Kerl, auf die Schulter klopfen, das tat man ihm gerne. Blaue Augen, gerader Rücken. </strong><br />
Komm zur Sache, Henry.</p>
<p style="border-top: 0,7px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir, nun ja, ich hab ihn nach der Schule aus den Augen verloren. Dann traf ich ihn einst wieder. Sie wissen doch, als ich als Animateur auf dem Kreuzschiff…</strong><br />
Jaja, Henry, du und deine unrühmliche Vergangenheit.</p>
<p><strong>Wie auch immer, Sir, da sass er am Pool. Feist, Schnurrbart und Vater. </strong><br />
Was hat das mit Sport zu tun, Henry?<br />
<strong><br />
Moment, Sir. Es geht um den Jungen, um seinen Sohn. Der kleine Junge, dicklich, ganz Papas Liebling, stolzierte in merkwürdiger Hingabe auf allen vieren herum. Nur Füsse und Hände am Boden, gebückt, das Hinterteil einem Pavian gleich in die Luft gereckt.</strong><br />
Ein kleiner Junge der spielt, Henry.<br />
<strong><br />
Sir, warten Sie doch. Er plapperte vor sich hin, lief auf allen vieren am Rande des Pools entlang, vorbei an den Augen der umliegenden Damen auf ihren Liegestühlen. Und die bemerkten erst mit Belustigung, schliesslich mit Entsetzen, dass sie ihm die Rolle des Primaten ohne zu zögern abkauften. </strong><br />
Hm.</p>
<p style="border-top: 0,7px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Es kommt noch schlimmer, Sir. Als sich der kleine Dicke von Papas Bierbauch angezogen fühlte, und der Herr Papa seinen Sprössling nahm und ihm mit den Backen mehrmals auf den Bauch blubberte, verliessen die ersten Damen dieses grausame Schauspiel von Mutter Natur. </strong><br />
Und dann, Henry?</p>
<p><strong>Nun Sir, damals wusste ich: Es war die richtige Entscheidung, keine Sportskanone zu werden.</strong><br />
Weshalb, Henry?</p>
<p><strong>Alle Sportler haben früh Kinder, haben Sie das noch nie bemerkt?</strong><br />
Quatsch, Henry.</p>
<p><strong>Doch, doch, Sir. Evolutionstechnisch macht das Sinn.</strong><br />
Und was hast du nun, Henry? Einen alten Sack, den du bedienen musst. Und kannst mit mir nicht mal Golf spielen. Das ist deine ganz persönliche Evolution.</p>
<p><strong>Sir… falls Sie mich noch brauchen, ich bin in meinem Zimmer.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p></strong>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="../tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 20</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-20/</link>
		<comments>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-20/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den schlechten Partys. Und mühseligen Gesprächen. Und der überaus scharfen Sophie (trotz 3 Kindern).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den schlechten Partys. Und mühseligen Gesprächen. Und der überaus scharfen Sophie (trotz 3 Kindern).<br />
</strong></p>
<p><img title="Henry &amp; Paul Nr.20" src="../wp-content/uploads/2010/01/henryandpaulnr202.jpg" alt="Henry &amp; Paul Nr.20" width="480" height="583" /><br />
<small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.<br />
<strong><br />
Sir, der Anzug steht Ihnen sehr gut. </strong><br />
Vielen Dank, Henry.</p>
<p><strong>Gehen Sie heute aus, Sir? Ich lasse den Wagen vorfahren. </strong><br />
Danke Henry, ich werde abgeholt. Heute lasse ich mich herunter, ein Ehemaligen-Treffen zu besuchen.</p>
<p><strong>Aber Sir, das ist doch etwas schönes. </strong><br />
Wieso sollte es das sein, Henry?</p>
<p><strong>Nun Sir, man schwelgt in Erinnerungen, man lacht zusammen, man staunt über die Veränderungen…</strong><br />
Eben nicht, Henry. Man unternimmt krampfhaft den Versuch, nicht in die alten Muster zu fallen, nicht schon wieder mit den gleichen Leuten wie damals zu verkehren. Nein, man macht den halbherzigen Versuch, sich auch mal für diejenigen zu interessieren, die man früher links liegen gelassen hat.<br />
<strong><br />
Und was ist daran falsch, Sir?</strong><br />
Weil es nicht klappt, Henry, darum. Nach ein paar Sätzen stellt man fest: Die dicke Berta merkt immer noch nicht, dass sie nur von sich redet, der dünne Fred kriegt das Maul immer noch nicht auseinander und die scharfe Sophie ist mittlerweile dreimal verheiratet, geschieden, hat Kinder, ist verlobt und gibt Yoga-Kurse. Oder Aqua-Jogging. Oh, diese Hierarchien! Unsere Körper verfallen, aber unser Geist bleibt unfertig.<br />
<strong><br />
Sir, aber zu hören, was die anderen in der vergangenen Zeit getan haben &#8211; das ist doch interessant. </strong><br />
Du bist ein hoffnungsloser Optimist, Henry. Irgendwann, wenn zwei Stunden vergangen sind, sich der leichte Alkoholnebel lichtet, weil man nur an schalem Bier nippt, sieht man sich um und wünscht sich ans Ende der Welt.</p>
<p><strong>Dann muss ich Sie aber fragen, warum Sie hingehen, Sir? </strong><br />
Ganz einfach, Henry. Um festzustellen, dass es mir weit entfernt von diesen Kretins immer noch am Besten geht. Und weil sonst einige anrufen und fragen, warum ich nicht gekommen sei. Und weil ich sonst das Thema an diesem Abend bin. So ist es doch immer: Man redet über Abwesende. Aber nie über sich.<br />
<strong><br />
Sir, ich dachte, es ist Ihnen egal, was diese Kret… Menschen von Ihnen denken. </strong><br />
Na gut, du hast mich erwischt. Ich will sehen, ob die scharfe Sophie noch für ein Schäferstündchen zu haben ist. Und mich ansonsten gepflegt besaufen.<br />
<strong><br />
So einfach, Sir?</strong><br />
So einfach, Henry.</p>
<p>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="../tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 19</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-19/</link>
		<comments>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-%e2%80%93-nr-19/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 16:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Telefonaten aus Übersee. Und umgebauten Menschen. Und Neujahrsgrüssen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Telefonaten aus Übersee. Und umgebauten Menschen. Und Neujahrsgrüssen.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15804" title="Henry &amp; Paul - Nr. 19" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/HenryandPaul_Nr.19.jpg" alt="Henry &amp; Paul - Nr. 19" width="480" height="583" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
…</p>
<p><strong>Schön, Sie zu hören, Sir. Frohes, neues…</strong><br />
…</p>
<p><strong>Ja, haha, die Villa steht noch. Sir, ich wünsche Ihnen…<br />
</strong>…</p>
<p><strong>Sir, ich bitte Sie. Wir haben eine gute Alarmanlage. Und ich schliesse doch immer ab.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Sie haben recht. Das war aber vor fünf Jahren. Und damals dachte ich…</strong></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p>…</p>
<p><strong>Nur das Übliche, Sir. Ein paar Rechnungen, Einladungen, das meiste habe ich erledigt. Sir, ich…</strong><br />
…</p>
<p><strong>Wie bitte? Ich soll Lou sagen, dass… Ja, werde ich ihm ausrichten. Aber ich bin sicher, er kennt Mädchen aus der Karibik.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Sir! Sie wissen, dass ich keinerlei Interesse an Aktivitäten in derartigen Etablissements habe.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Nun ja, Sir, es ist nicht so, dass sie mir nicht gefallen würden. Ich sage es so: Ein Schloss, das für alle Schlüssel geöffnet ist…</strong></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p>…</p>
<p><strong>Tuktuk? Sie meinen Thuy Tnac.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Durchaus attraktiv, richtig, Sir.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Bitte keine Details, Sir. Aber Sie sind sich bewusst, dass Thuy einen ausgeprägten Adamsapfel hat.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Jaaaa, die sind auch ausgeprägt, Sir.</strong><br />
…</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir, ich wollte damit nur andeuten, dass der ausgeprägte Adamsapfel auf eine maskuline Vergangenheit hindeute könnte.</strong><br />
…</p>
<p><strong>Sir?</strong><br />
…</p>
<p><strong>Sir, sind Sie noch… hallo?</strong><br />
…</p>
<p><strong>Sir, falls Sie mich noch hören können. Ein frohes neues Jahr wünsche ich Ihnen.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p></strong>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="../tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 18</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-nr-18/</link>
		<comments>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-nr-18/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 09:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den Männern. Und deren Runden. Und beschissenen Regisseuren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den Männern. Und deren Runden. Und beschissenen Regisseuren.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15290" title="Henry &amp; Paul - Nr.18" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/HenryandPaul_Nr.18.jpg" alt="Henry &amp; Paul - Nr.18" width="480" height="583" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Haben Sie gestern einen angenehmen Abend verlebt?</strong><br />
Unsere Runde, meinst du? Jaja, wir alten Herren, wir sind noch wie früher, wie 40-Jährige! Kinder im Geiste, doch zerfurcht und verwittert die Schale.</p>
<p><strong>Aber Männerrunden sind doch etwas schönes, Sir, da schaut man ja nicht aufs Äussere.</strong><br />
Henry, du altkluger Jungspund. Was weißt du schon über Männerrunden! Da geht’s anders zu und her, als die Weiberwelt annimmt.</p>
<p><strong>Sir, ich bitte Sie, ich bin auch ein Mann.</strong><br />
Chchch, jaja.</p>
<p><strong>Sir!</strong><br />
Ist ja gut, Henry. Aber in Männerrunden, so schimpfen die Frauen ständig, da gehe es nur um Fussball, Brüste und Bier.</p>
<p><strong>Ist dem so, Sir?</strong><br />
Wo denkst du hin, Henry! Da redet man über Liebesfilme, zum Beispiel. Dass man eine Träne verdrückt habe, als die eine ihrem Liebsten im Sterben zuflüstert…</p>
<p><strong>Sie nehmen mich auf den Arm, Sir.</strong><br />
Keineswegs, Henry. Mit dem Alter können auch Männer über Gefühle sprechen. Und nach ein-, zweiundzwanzig Bier werden Abgründe aufgetan, als ob’s kein Morgen gäbe. Du Jungs, sagt dann einer, du Jungs, wisst ihr noch, als Tabby an der Bushaltestelle auf mich gewartet hat? Mit der Rose? Wisst ihr das noch? Jaja, seufzt die Meute. Und dann nimmt man einander in den Arm, heult leicht, schnieft und schneuzt. Alles aus Solidarität.</p>
<p><strong>Sir? Ich bin ein wenig stolz, doch noch unbekannte… Seiten bei Ihnen zu entdecken.</strong><br />
Räuspere dich mal, Henry, du hast einen Kloss im Hals. Aber nach der allgemeinen Duselei im Gefühlsbad geht’s wieder ruppig zur Sache! Die Karten werden geschmettert, das Bier fliesst und der ein oder andere Stumpen wird entfacht.</p>
<p><strong>Wie Männer eben.</strong><br />
Exakt. Und der Liebesfilm, über den vorher noch in den höchsten Tönen Lobhudeleien verbreitet wurden, wird gar verrissen.</p>
<p><strong>Schade, Sir.</strong><br />
Henry, man muss sich bei einer Liebeskomödie auch mal den Regisseur und den Drehbuchschreiber vorstellen. Sitzen zusammen und sagen Dinge wie: Komm, ihre Haare klemmen in seinem Reissverschluss und die Ehefrau kommt zur Türe rein, das wird der Brüller. Die Leute werden sich einen Schranz in den Bauch lachen.</p>
<p><strong>Sir, ich stimme ihnen zu. Dieser Gag ist ein bisschen abgelutscht.</strong><br />
Ich frage mich, ob diese Regisseure nie in einer Männerrunde sitzen? Wo man über den Film spricht und alle einstimmig sagen: Wir haben dich ja gern, aber was für eine gequirlte Scheisse war das denn?</p>
<p><strong>Wahrscheinlich nicht, Sir.</strong><br />
Siehst du, Henry. Grosse Gefühle findet man nur in Männerrunden.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="http://kinkimag.com/blog/tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
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		<title>Henry &amp; Paul – Nr. 17</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den Kinderwagen für Erwachsene. Und den alten Säuglingen. Und den bückenden Müttern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den Kinderwagen für Erwachsene. Und den alten Säuglingen. Und den bückenden Müttern.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-15003" title="Henry Paul nr 17" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/henry_paul_nr17_buecken.jpg" alt="Henry Paul nr 17" width="480" height="570" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.<br />
<strong><br />
Haben Sie sich nicht fast den Rücken ausgerenkt? Ich hätte der Dame helfen können mit ihrem Kinderwagen. </strong><br />
Ach was, Henry. So alt bin ich noch nicht. Auch wenn ich die werte Dame mit ihrem Balg über alle Massen verabscheue.</p>
<p><strong>Warum das, Sir? </strong><br />
Henry, weil sie eisern den Griff festhält, mir ins Gesicht grinst und mich das schmutzige Rad anfassen lässt. Und mich so erniedrigt – weil ich mich bücken muss.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir, das ist halt so üblich. </strong><br />
Oh, wie ich sie hasse! Und doch zeige ich mein Gern-geschehen-Gesicht. Aber dieselbe Dame will ich sehen, wenn ich mit einem Kinderwagen für Erwachsene ankomme und sie bitte, mir zu helfen.</p>
<p><strong>Ich kann nicht ganz folgen, Sir. </strong><br />
Henry, ist es nicht unfair, dass nur die kleinen Gören sich von ihren Müttern herumkutschieren lassen können? Wie schön wäre es, wenn es die Kinderwagen auch für Erwachsene gäbe!</p>
<p><strong>Aber…</strong><br />
Dann könntest du mich in der Stadt herumfahren, Henry. Und wenn die Sonne scheint, klappst du das Dächlein runter und schmierst mein Gesicht mit Sonnencreme voll. Ebenso grosse Rücksicht erwarte ich von dir, wenn die ersten Tropfen fallen.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir…</strong><br />
Wie, das würdest du nicht tun, Henry?</p>
<p><strong>Sir, also, natürlich aber&#8230; Sie können laufen. </strong><br />
Aber vielleicht nicht mehr lange, Henry. Und je älter man wird, desto grösser ist die Annäherung zum Kind. Aber das Fläschchen musst du mir nicht mehr geben. Es sei denn, du füllst es mit Whisky.</p>
<p><strong>Sir, ich bin skeptisch. </strong><br />
Ach, wie würde ich mich freuen, so eine Dame zu sehen, wie sie sich mit schmerzverzerrtem Gesicht hinunterbückt, um dir zu helfen, mich in den Bus einzuladen. Vergnügt kichern würde ich in meinem Thron. Und ihr vielleicht den Schnuller anschmeissen.<br />
<strong><br />
Was haben Sie eigentlich gegen das Bücken, Sir?</strong><br />
Henry, niedriger kann ein Mensch nicht sinken. Man macht den Bückling, man bückt sich vor einem Herrscher und man bückt sich im Gefängnis nach der Seife.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong><br />
Alte Legenden, Sir. </strong><br />
Jaja, wie auch immer. Aber gewarnt sollte der sein, der sich bückt. Das Schicksal oder der Horst aus Zelle 8 sticht im ungünstigsten Moment zu. Mit aufrechtem Gang sollte man durch die Welt schlendern und den Gefahren mit geradem Blick ins Auge sehen.<br />
<strong><br />
Und wenn ein Mann sie fragt, ob sie ihm mit dem Kinderwagen helfen können, Sir?</strong><br />
Geh mir aus den Augen, Henry. Und gib mir die Flasche.</p>
<p><strong>Gerne Sir. Sie haben da noch was am Kinn. Hier, ein Taschentuch. </strong><br />
Danke, Henry.</p>
<p>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="http://kinkimag.com/blog/tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
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		<title>Henry &amp; Paul &#8211; Nr. 16</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-nr-16/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 08:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den Apotheken. Und der Stille darin. Und einem Päckchen Viagra.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den Apotheken. Und der Stille darin. Und einem Päckchen Viagra.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-14521" title="Henry &amp; Paul - Nr.17" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/HenryandPaul_Nr.17.jpg" alt="Henry &amp; Paul - Nr.17" width="480" height="583" /></p>
<p><small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Sir, wie kann ich Ihnen behilflich sein?</strong><br />
Geh bitte in die Apotheke für mich, Henry.</p>
<p><strong>Gerne Sir, brauchen Sie dasselbe wie immer?</strong><br />
Ja, Henry. Ich würde ja selber gehen, aber…</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir?</strong><br />
Du kennst doch die Situationen da drin.</p>
<p><strong>Sir, ich… kann nicht ganz folgen.</strong><br />
Es ist eine wahre Folter! Eine Prüfung, schlimmer als früher in der Schule an die Tafel gehen zu müssen.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir, ich will nicht begriffsstutzig erscheinen…</strong><br />
Henry, da geht man mit wackrem Gang zur Apotheke, öffnet die Türe, es bimmelt, und alles dreht sich um. Die alte Oma, die ihre Hustensäftchen will, die junge Mutter mit ihrem Kinderwagen und hinter dem Tresen die Göttinnen in Weiss.</p>
<p><strong>Angeglotzt wird man immer, Sir.</strong><br />
Henry! Dann folgt ja erst die Schmach, die glühende Pein: Du wirst gefragt, was es denn sein dürfe. Und da stehst du, ruhig ist’s, alles schweigt schlagartig und du murmelst halblaut: Einmal Hämorrhoiden-Salbe, bittschön.</p>
<p><strong>Da muss man durch, Sir.</strong><br />
Ha! Oder wenn’s ein Wehwehchen am Bein ist, ja, dann darfst du dir noch Tipps von der widerwärtigen Oma anhören. &#8220;Jaja, tut weh, nicht wahr. Tun Sie mal ein bisschen Hundekacke drauf. Wirklich!&#8221;</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>So schlimm wird es nicht sein, Sir.</strong><br />
Dochdoch. Die Göttinnen in Weiss, ja die, die hören das den ganzen Tag. Und scheuen sich nicht auch noch davor, nachzufragen, wie es denn genau ausschaue. Ob denn der eitrige Ausfluss eher braun sei, dickflüssig, oder ob denn sogar Brocken…</p>
<p><strong>Bitte, Sir.</strong><br />
Jaja. Aber geh du nur, dir scheint diese Folter ja nichts auszumachen.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Sir, nein, ich werde immer von der hübschesten Apothekerin der Stadt bedient.</strong><br />
Noch schlimmer!</p>
<p><strong>Nein, Sir, denn wenn ich ihnen Viagra hole, flüstere ich ihr immer zu: Ist nicht für mich, ich brauch das noch nicht.</strong><br />
Hol’ dich der Teufel, Henry!</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p>Wenn du alle Gespräche der beiden nachlesen willst: <a href="http://kinkimag.com/blog/tag/henry-paul/">Henry &amp; Paul &#8211; Nr.##</a></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
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		<title>Henry &amp; Paul &#8211; Nr. 15</title>
		<link>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-nr-15/</link>
		<comments>http://kinkimag.com/blog/henry-paul-nr-15/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>roman</dc:creator>
				<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Henry & Paul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit den dünnen Scheiben Fleisch. Und patenten Müttern. Und rotzigen Teufelskindern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die mit den dünnen Scheiben Fleisch. Und patenten Müttern. Und rotzigen Teufelskindern.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-14155" title="Henry and Paul 17" src="http://kinkimag.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/henryandpaul17.jpg" alt="Henry and Paul 17" width="480" height="583" /><br />
<small>Foto Credit: Philippe</small></p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong><br />
Sir?</strong><br />
Sprich, Henry.</p>
<p><strong>Sie werden heute kaum zum Abendessen zurück sein. Soll ich ihnen etwas für zwischendurch auf den Weg geben?</strong><br />
Henry, willst du mir etwa ein paar Brote schmieren?</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Wenn Sie das wünschen, Sir.</strong><br />
Ach, Henry. Meine Mutter pflegte mir, als ich ein kleiner rotziger Bub war, und mich jeden Morgen greinend auf den Schulweg machte, einen Packen belegter Brote in den Ranzen zu geben. Dann zog sie mir den Reissverschluss der Jacke hoch – auch wenn er schon ganz oben war – gab mir einen Klaps und sagte: &#8220;So.&#8221;</p>
<p><strong>Eine schöne Erinnerung, Sir.</strong><br />
Von wegen, Henry! Wisse, ein gutes Sandwich besteht nur aus Beilagen. Doch meine werte Frau Mutter nahm zwei Scheiben Brot, dick wie Flunder, gab einen Hauch Butter hinein und eine einzige spärliche Scheibe Schinken, die mehr an die labbrige Haut auf heisser Milch erinnerte, denn an ein währschaftes Stück Fleisch.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Was taten Sie dann, Sir?</strong><br />
Was wohl, Henry. Ich ass die verdammten Prügel! Brot gehört schliesslich zu den Dingen, die man nicht wegschmeisst. Ebenso wenig wie CDs oder Bücher. Die kann man auch nicht wegwerfen. Die werden in eine Kiste gepackt. Und die Leute jammern, und sagen sich: &#8220;für später, vielleicht wollen sie noch die Kinder von Onkel Erhard.&#8221; So tönt’s jahraus, jahrein aus den Reihenhäusern der Unvernunft.</p>
<p><strong>Man kann Bücher durchaus wegschmeissen, Sir. </strong><br />
Aber das schlechte Gewissen, das bringt einen beinahe um! Und so brachte ich es auch nicht übers Herz, die Folter meiner Mutter namens beschmierte Brote unbemerkt in einen Abfalleimer gleiten zu lassen. Die gute Frau, Gott oder der Teufel habe sie selig.</p>
<p style="border-top: 1px dashed #e5e5e5;">
<p><strong>Verzeihen Sie mir Anmassung von Tadel, Sir, aber das sollte man nicht über seine Mutter sagen, Sir. </strong><br />
Ha! Glaubst du denn, sie würde nicht mit beiden fertig werden? Aufräumen in diesen liederlichen Stuben würde sie! Den Höllenkindern würde sie… die Hölle heiss machen. &#8220;Es wird nicht geflucht&#8221; oder &#8220;Kinder, hört auf, die Katholiken zu pieksen&#8221;. So würde es klingen, und wehe dem, der sich ihr widersetzt! Und den Engelskindern würde sie die Reissverschlüsse ihrer Flügelanzüge zuziehen, einen Klaps aufs leuchtende Haupt geben und sie zum Harfe spielen verknurren.</p>
<p><strong>Daran zweifle ich keine Sekunde, Sir. </strong><br />
Na siehst du, Henry.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
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