Steinzeitforschung
Die Welt ist gegen mich! Jetzt habe ich doch wirklich gelesen, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass dreissigminütiges Dauerküssen messbar die Sympthome von Heuschnupfen lindert. Und das, wo ich seit ich denken kann unter diesem Vermächtnis des Teufels leide! Man muss das allerdings so betrachten: ich kann aufgrund meines momentan sehr leidvoll aussehendem Gesichtes (tiefe Augenränder, dicke, zugequollende Augen, rote Nase und an schlechteren Tagen gar Flecken im Gesicht) nicht nur kaum unter die Leute, und nun ist belegt worden, dass Dauerküssen dieses Unheil lindern könnte. Naja, zumindest bestätigt dieser Umstand wieder einmal meine momentane Grundeinstellung, die da heisst: Männer und Rita passen einfach nicht zusammen.
Im Bereich der “Liebeswissenschaften” lassen sich auch weitere interessante Entdeckungen machen, wie etwa, dass das weibliche Herz schneller schlägt als jenes von Männern, was sprichwörtlich erklären würde, warum wir Mädels uns schneller verlieben. Die unfairste Entdeckung der Wissenschaft finde ich allerdings folgende: Frauen haben intensivere und häufigere Albträume als Männer, diese hingegen schnubbeln friedlich in ihren Sexträumen. Unfaire Welt.
Aber ich habe auch eine für uns Damen fürsprechende Erkennnis gefunden. “Ähnlichkeit fördert Untreue”. Da haben wir also den Nachweis, dass Frau ab und an einfach nix dagegen tun kann. Man wies nämlich nach, dass umso ähnlicher die Gene sind,- also um so ähnlicher das Paar sich ist – desto höher ist die Bereitschaft der Frau fremdzugehen. Ursprung ist folgender: Wenn Frau merkt: “ Upss, das könnten gleiche Gene sein”, will sie lieber mit anderen Männern schnackseln, um die Artenvielfalt, also den Genpool, zu erhöhen, als eventuell mit einem entfernten Verwandten (oh mein Gott!!) zu schlafen. Deshalb sagt man noch heute, man (Frau) soll lieber die Finger von jemandem lassen, den man nicht riechen kann, denn wer hätte es auch anders vermutet, dieses Naturschauspiel funktioniert nur bei Damen, den Herren ist es ziemlich wurscht, wo sie ihre Samen niederlassen, Hauptsache, sie können es so oft wie möglich tun…
Tja, und da ich bei etlichen Streits mit meinen letzten Partnern immer am Ende zur Erkenntnis gekommen bin, dass wir uns einfach zu ähnlich waren, finde ich hier also meine Bestätigung. Ich habe also einfach instinktiv selektiert. Grossartig. So habe ich das noch nie betrachtet.
Okay, weiter in der Sexforschung. Habt ihr Euch schon mal gefragt, warum dickere Frauen meist von ausländischen Einwohnern bewundert werden und dünne Frauen eigentlich eher den europäisch, westlichen Standard erfüllen? Ganz einfach. Hungrige Männer, also auch diejenigen, die aus einem Land kommen, in dem kein Überfluss herscht wie bei uns, stehen anscheinend auf dickere Frauen, weil Mann damit noch immer Reichtum (Nahrung) aszoziert. Mittlerweile spitzt sich das Ganze auch in unseren Reihen zu, denn auch reichere Männer (Überfluss an Allem, ergo: dünne Frau nimmt ihnen nix weg) bevorzugen dünnere Frauen und eher sozial schwachere Männer, molligere Frauen (Nach dem Motto: da wo sie ist, gibt’s was zu essen).
Es ist schon erstaunlich, wie einfach wir Menschen nach Meinung der Wissenschaft doch gestrickt sind. Wir sollten uns also einfach wieder auf unsere Steinzeiterkenntnisse berufen, anstatt über alles zu streiten. Frauen in einer Phase wo sie grad etwas moppliger sind, sollten ihre Männer einfach mal hungrig ins Bett gehen lassen, dann klappt’s auch da wieder, und dünne Frauen sollten sich ihrem tragischen Schicksal ergeben, dass sie eher bei reichen Männern landen als bei Armen. Na dann…
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