Shamblebaby schreibt ihrem Helden
Lieber Herr Doherty,
seit neuestem schreibt ja sogar die Klatschpresse Ihren Namen richtig und berichtet für einmal nicht über Ihre Drogeneskapaden und abgesagten Konzerte, sondern über das, was Sie am besten können und was Ihnen eigentlich schon lange gebührt: Ihre Musik.
Auch wenn es bereits wieder ein Weilchen her ist, dass Ihr erstes Solowerk erschienen ist – es gehört immer noch unbestritten zu den Favoriten meiner musikverwöhnten Ohren. Immerhin habe ich Ihre Scheibe in meine tägliche Playlist aufgenommen, wo sie sich zu Klassikern aus guten alten Zeiten gesellen darf.
A propos gute alte Zeiten: Mit Herrn Barât auf der Bühne waren sie besser. Definitiv. Nichts gegen ein bisschen Melancholie und verschüpftes Träumer-Dasein, wie man es auf “Grace/Wastelands” zur Genüge findet (und weswegen ich mich damals in den frühen Libertines-Zeiten überhaupt erst unsterblich in Sie verliebt habe. Seit “You’re my Waterloo” haben Sie mich für sich gewonnen. Mit Haut, mit Haaren, mit allem.), aber Sie und Carl bilden die vollkommene Verwirklichungen meiner schmutzigen Träume in musikalischer Hinsicht: geniales Songwriting, Sex pur in Form der Sänger und dreckig gespielte Gitarren, deren Solos einem beim Zuhören Orgasmen in den Gehörgängen bescheren.
Also bitte: Nicht nur ständig von einer möglichen Reunion reden, sondern machen. Und aufhören, in die Wohnung des anderen einzubrechen und ihm Sachen wegzunehmen. Das gehört sich selbst für einen Rockstar, mit oder ohne “r” hinten, nicht.

Shamblebaby lebt in der Nähe von Basel und schreibt für kinki über Sinniges und Unsinniges aus der Musik- und Modewelt.
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Kommentare (3)
durchgekaut.
Kommentar von Anonymous — 18.05.2009 @ 12:36aber nett.
Kommentar von Anonymous — 18.05.2009 @ 15:52jo. für gören.
Kommentar von Anonymous — 18.05.2009 @ 17:28