Shamble Baby nimmt Abschied
Meine Lieben, Abschied nehmen tut weh und Abschiede gibt es mehr als genug: Man muss sich schweren Herzens von den Lieblingsschuhen trennen (durchgelaufene Sohlen, unheilbar abgebrochene Absätze), von Wohnungen (horrende Mietpreise, zu wenig Platz, Schimmel an seltsamen Orten) und Liebhabern (seltsame Angewohnheiten, Betrug oder die berühmten “unüberbrückbaren Differenzen”), von vermeintlich überflüssig gewordenen Kleidungsstücken (nein, ich habe nicht zugenommen, die Scheisshose ist einfach eingegangen!) und leider manchmal auch von grossartigen Lieblingsband (ich trauere immer noch um die Libertines, die Beatles und die Stones).

Aber Trennungen und Abschiede haben auch gute Seiten: sie bringen immer eine Veränderung und neue Erfahrungen mit sich. Ein Umzug kann die ganze persönliche Umgebung verändern, es werden neue Lieblingsschuhe auserkoren, genau so wie Liebespartner kommen und gehen. Und zum Glück gibt es da draussen viele begabte Leute, die mich zumindest für dieses Leben mit hervorragender Musik versorgen werden.
Durch alle Veränderungen entwickeln wir uns auch persönlich weiter, auch traurige Erlebnisse gehören dazu. Sie machen uns stärker, härten uns ab wenn der nächste Schlag in die seelische Magengegend droht.
Schliesslich lebt auch die Mode- und Musikwelt von der ständigen Entwicklung, der rastlosen Hatz nach dem nächsten Trend, dem neusten Hype. Auch wenn im Prinzip vieles (ich bin fast versucht, ‚alles’ zu schreiben) einfach immer und immer wieder kommt – man bedenke nur das aktuelle 80ies-Revival, sowie der fast schon alljährliche Hippietrend, auch als ‚Bohemian Look’ bekannt – die neuen Interpretationen der verschiedenen Designer machen die ganze Sache immer wieder interessant und spannend.
Und so ist es auch im Leben – Trennungen und Veränderungen bringen schlussendlich immer Überraschungen mit sich und manchmal sogar schöne Ereignisse: Abschiedspartys, letzte Küsse, die Aussicht aus der ersten eigenen Wohnung.
In diesem Sinne verabschiede ich mich von euch, meine lieben Leser, denn mich gibt’s ab November 08 nur noch in der Print-Ausgabe von Kinki. Also: lasst euch überraschen!
Kommentar der Redaktion: Online gab es von Shamble Baby ab November 2008 nicht mehr viel zu lesen. Seit Ende Januar 2009 ist unsere gute Fee aber wieder zurück und führt ihre Kolumne weiter.
Shamble Baby kommt aus Basel und schreibt für kinki über Sinniges und Unsinniges aus der Musik- und Modewelt.
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Kommentare (6)
oh nein! nun gut, dann freue ich mich halt auf deinen beitrag in der printausgabe. viel spass mit der neuen wohnung und mach dir keine gedanken wegen der geschrumpften hose
Kommentar von tom — 29.09.2008 @ 15:30geh nicht, bitte
Kommentar von patrik — 29.09.2008 @ 19:56Das ist aber wirklich schade,… aber dann werd ich wohl das Heftli kaufen
Kommentar von chantal — 29.09.2008 @ 19:58hei wiso? Du warst super!
Kommentar von Anonymous — 29.09.2008 @ 20:15ja finde ich auch,…
Kommentar von chantal — 29.09.2008 @ 20:24[...] der Redaktion: Ende September 2008 hatte sich Shamble Baby für kurze Zeit verabschiedet. Seit Ende Januar 2009 ist sie aber wieder zurück und führt ihre Kolumne [...]
Pingback von » Shamble Baby mag: Music when the lights go out - Blog - kinkimag.com — 05.03.2009 @ 14:50