Review: Bread & Butter 2010 – I

Aus den Fehlern des letzten Jahres, schien nicht nur ich gelernt zu haben, und so präsentierte sich die Modemesse für Denim-, Urban- und Street-Fashion und Style Society am ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof noch schöner. Meine persönliche Verbesserung beschränkte sich vor allem auf mein Timing und die Wahl meiner Klamotten.
Mittwoch, 20. Januar 2010
Die Messe machte einen aufgeräumteren und besser konzipierten Eindruck als noch im Sommer 2009. Mit einer sehr aufwändig gestalteten Stahlgerüst- / Luftkissenkonstruktion machten die Veranstalter auch den Aussenbereich winterfest und so konnte man auch ohne Jacke durch die einzelnen Areas flanieren. Der in einem Mix aus Country Saloon und Wiesnfestzelt aufgebaute Lunar Park erstrahlte unter tausenden Lichtern und einer riesigen Bühne und lud zum verweilen bei Musik von den Baseballs und leckerem Essen vom Nobel-Berliner Borchardt ein.

Die üblichen Verdächtigen der Szene hatten wieder ihre festen Stände und als Neuzugang gesellte sich Diesel noch mit einem aufwändig gestaltetem Stand dazu. G-Star, wieder mit einem der grössten Stände, hingegen trat dieses Jahr mit nur 2 Shows auf der Messe an, wovon bei einer “invitations only” galt. Ganz im Gegensatz zu letztem Jahr, als noch täglich 2 Shows geboten wurden. Auch ich war einer der geladenen Gäste, musste aber aufgrund der Fliegerverspätung diese Visite auf den Folgetag verlegen. G-Star liess Sara Nuru, Gewinnerin der Germanys Next Topmodel Staffel 2009, über den Catwalk laufen und präsentierte einen Mix aus Sherlock Holmes-Detektiv Style und den schon aus der jetzigen Saison bekannten Jeans mit tiefsitzendem Schritt. Zu meiner Freude setzt man aber hier wieder auf traditionelle Waschungen und echte Farben bei der Oberbekleidung, wie rot, gelb und blau – weg also von den Mischfarben.

Die Mitstreiter Diesel liessen sich ihren ersten Auftritt etwas mehr kosten und luden auch gleich am ersten Tag der Messe zu ihrer Fashionshow in die Arena mit anschliessender Aftershowparty. Wer dazu wohl eingeladen war, konnte man schon am Vormittag erkennen, nettes Give-Away zur Einladung war nämlich ein Diesel-Schal, der auch mir bei -18 Grad in Berlin gute Dienste leistete. Die riesengrosse Arena war gefüllt mit einem bunten Mix aus Menschen der Szene und solchen, die gern dazugehören wollen, vielen internationalen Einkäufern und Vertretern der Presse, die sich auf die zahlreich erschienenen Promis wie Franziska Knuppe, Schauspielerin Jessica Schwarz, Diesel-Gründer Renzo Rosso und “Twilight”-Star David Campbell Bower stürzten. Die Show selber – auf einem schwebendem Laufsteg – bot leider wie bei G-Star nicht viel Neues, den Supergau der nächsten Saison habe ich auch hier vermisst.


Neonfarben, tiefsitzende Jeans, Kettenaccessoires und der von allen Denimherstellern so geliebte Militarystyle wurden hier vorgestellt. Manchmal erweckte es den Eindruck, man habe sich an der Punkszene der frühen 90er in Berlin orientiert, denn die Outfits kamen mir sehr bekannt vor. Highlights unter den Models waren hier definitiv die Jungs; so liefen etwa Jethro Cave und Ash Stymest, die It-Models der jungen, männlichen Modelszene, über den Laufsteg, denen man nach der Show rauchend und trinkend übern Weg lief – sehr sympathisch. Apropos Aftershowparty: hier war der Höhepunkt der Auftritt von Ebony Bones, die es wirklich verstand, die Bühne zu rocken. Da es die Drinks für lau gab, verliess ich die Party spät und schimpfend über die T-Z Promis Deutschlands, die sich ja so gern auf all diesen Veranstaltungen rumtreiben und dementsprechend aufführen.

Donnerstag, 21. Januar 2010
Den zweiten Tag widmete ich voll und ganz der Messe, in der Hoffnung auf neue Talente und unentdeckte Designer zu stossen, und so lege ich euch, nach gefühlten 200 km Fussmarsch durch die Messehallen, folgende ans Herz:
* Wildfox – Trashig, bunt – mein favourite
* Lauren Moshi –Glam Punk / Streetwear
* Mina UK – Superschöne Vintagemode
Am Abend dann mein erster Besuch auf der Mercedes-Benz-Fashion Week, zur Show von Patrick Mohr. Mehr dazu in meinem kommenden Blog über die MBFW.
Weitere Eindrücke von der Bread & Butter am Freitag gibt es morgen auf dem kinki Blog!
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Kommentare (1)
Sehr geil, da wär ich auch gern dabei gewesen!
)
Kommentar von `s Engal — 25.01.2010 @ 14:14