Neu im Regal: “Cocaine Cowboys II”
Nach dem Grosserfolg des ersten Teils ist das Doku-Sequel mit der vielversprechenden Tagline “Hustlin’ With The Godmother” seit kurzem im Handel erhältlich.
In den späten 70ern kommt Griselda Blanco von Kolumbien nach San Francisco, um den US-Kokainmarkt im Sinne des Medellinkartells zu strukturieren. Während eines erbittert geführten Bürgerkrieges in Mittelamerika wächst Griselda Blanco zur Frau heran und emigriert hinreichend traumatisiert, informiert und mit allen Wassern gewaschen in die USA, um dort als Statthalterin des im Aufstieg begriffenen Medellin-Paten Pablo Escobar mit eiserner Faust erst die Disco-Ära und dann den grassierenden Crack-Boom mit kolumbianischem Kokain zu versorgen. In dem schwarzen Dealer Cosby findet die Patin einen smarten Verteiler und bald auch Lover.
Erzählte der erste Teil von “Cocaine Cowboys” noch angemessen hektisch-nervös zur Schnittfrequenz seines Elektrobeat-Soundtracks die Geschichte des Kokainbooms im Florida der 70er und frühen 80er, so geht es im kaum minder verspielt montierten und aufschlussreich kommentierten Nachfolger um den Siegeszug des Billigkokain Crack in den 80er und 90er-Jahren sowie um die erstaunliche Karriere und schier unfassbaren Untaten der dafür zuständigen “Godmother”.
Unterhaltsames True-Crime-Kaleidoskop mit spektakulären O-Tönen und Einblicken.
Filmbesprechung: Valerio Bonadei
Links:
Offizielle Website zum Film “Cocaine Cowboys II”
“Cocaine Cowboys II” in der IMDb
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