London Fashion Week: Splendid, indeed!
Nicht nur in weiten Teilen der Schweiz kriechen die Narren aus ihren Verliessen – auch der internationale Modereigen tanzt wieder fröhlich im halbjährlichen Fashion Week-Zirkel. Und weil Tanzen Spass macht, gibt’s hier die Highlights aus vier Tagen Heiterkeit in London.
DASH Magazine Launch

Kaum angekommen, fanden wir uns letzten Mittwoch inmitten der Hipster-Community wider. Das wunderschöne DASH Magazine feierte in der Degree Art Gallery im Osten Londons seine Geburtsstunde und schmiss eine sehr standesgemässe Party: Das illustrierte Modemagazin der Schweizerin Noémie Schwaller liess sich nicht lumpen und reichte erst Absolut Vodka Drinks zu den Tönen des Kurt Cobain-Lookalikes DJ Erol Sabadosh – bis die Partycrowd weiter zur Wyld Bar im W Hotel und dem gesponsorten Absinth zog. Nice Entrance!

Orla Kiely`s “Afternoon Tea Dance”

Etwas zerknirscht beschritten wir den Donnerstag mit britischer Gediegenheit. Nach erster Shopping-Recherche in der unverzichtbaren Oxford Street und dem Vintage-Mekka Brick Lane nahmen wir bei Orla Kiely’s Teestunde Diabetes-Kuchen und Sekt zu uns während filigrane Mädchen mit adretten Jungs die polierten Schuhe zu Live-Kammermusik tanzen liessen. Die Lords und Ladys wären hingerissen gewesen! Kitsch ist nunmal Trumpf und die Show-Einlage blieb samt Mode in guter Erinnerung.


AUTOMATIC fashion and photography exhibition

Weiter zum Zwischenstopp bei Sarmite Ostanevica: Die Lettische Designerin lud zum Cocktail in einer Industriehalle neben der Themse: AUTOMATIC – Mode, Fotografie und Grand Marnier.

Jena.Theo A/W 2012 – “Heavy Metal”
Nachdem eine wildgewordene Horde Fotografen uns fast umgerannt hatte, um ein Bild von Peaches Geldoff zu erhaschen – meine Güte! – lauschten wir kurz den weisen Worten der Modekritikerin Hilary Alexander, um uns gleich darauf von der Heavy Metal-Kollektion des britisch-griechischen Labels Jena.Theo bezirzen zu lassen. Weniger schweres Metall, als frei fottierende asymmetrische Tops und Kleider mit schmissigen Details wie Flechtwerk oder Cutouts. Neben der reduzierten Eleganz überzeugten Jenny Holmes und Dimitris Theocharidis mit toller Stoffauswahl: Leder, Seide, Wolle – Deluxe.

Barbie x Sister by Sibling – “Texas Fetish Barbie”

Mit der Präsentation der Sister by Sibling-Kollektion hielt dann auch die erwartete Fancyness Einzug in unsere Fashion Week-Visite. Die Designer machten die Disko-Kugel zum Bodysuit und drappierten jede freie Hautpartie mit funkelnden Pailletten. On Top gab’s gestrickte Bommeln und Besatz aus Haar in Kreischfarben. Die Kollektion “Texas Fetish Barbie” macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Sammelsurium an Quietschgestalten, unheimlich unterhaltend und am Ende wollte man die Disko doch am eigenen Leib tragen.

Christopher Raeburn A/W 2012
Kontrast-Programm bei Christopher Reaburn: Der Absolvent des Royal College of Art präsentierte ethisch korrekte Sportswear, tragbar und classy. Nicht umsonst hatte der smarte Brite 2011 eine Nomination für den British Fashion Award eingeheimst. Solide work!

Canon Screening Room – Jayne Pierson & Laura Theiss
Und urplötzlich passieren noch mehr schöne Sachen: Eine Schlange schien sich vor dem Canon Screening Room zu formieren und warum nicht einfach mal einhaken? Es lohnte sich. Der menschliche Wurmschwanz führte uns direkt in einen Vorführungsraum, wo wir mit Goodie-Bags und zwei Filmen beschenkt wurden. Canon präsentierte Jayne Pierson und Laura Theiss und wir tun das nun für euch:
Aber natürlich gibt es auch neben dem Trubel im Somerset House – dem Hauptquartier der Londoner Fashion Week – einiges zu entdecken. London zeigte sich von seiner schönsten Seite, 10 Grad PLUS, wicked as fuck und voller Sonnenschein.
Ja, verrückt sind sie wirklich ein wenig, die Männer und Frauen, die in regelmässigen Abständen den Globus umschiffen, um die neuesten Bewegungen in der fashy Kleidergemeinde zu scannen. Aber crazy=beautiful, isn’t it?

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Kommentare (1)
So cool geschrieben!! Fan!! Like!!
Kommentar von Stefg — 22.02.2012 @ 21:47