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Immer nur Du

Am 23.7.08 von matty 2 Kommentare

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Nina Egli machte sich vor Jahren auf um Amerika zu erobern. Inzwischen ist sie äusserst erfolgreich als Schmuckdesignerin, Schauspielerin und Künstlerin tätig. Im März erscheint ihre neue Kollektion die den Namen „Helter Skelter“ trägt. Grund genug um sich auf Interview zu treffen. kinki magazine beantwortete sie alle Fragen über Kreativität und hohe Gipfel, die es noch zu erklimmen gilt.

kinki: Du kommst ja ursprünglich aus Zürich und lebt jetzt in New York. Wie war es damals mit deinem grossen Traum im Gepäck über den Teich zu ziehen?

Nina: Meine Träume waren eigentlich noch gar nicht so gross als ich in NY ankam; ich wollte erst mal einfach drei Monate in die Strasberg, aber nach drei Monaten war klar dass ich länger bleiben, studieren und arbeiten wollte und da hat es auch schon angefangen mt dem Schmuck. Die Schule und die Stadt machten mich so happy. Endlich habe ich das gemacht dass ich wirklich machen wollte. Am Anfang habe ich drei fette Katzen in Harlem gehütet und dufte dort gratis leben, ich fühlte mich wie eine Glücksmarie.
Erst in New York habe ich gesehen und gespürt dass ein grösseres, spannenderes Leben gelebt werden kann, und dass es möglich ist. New York forderte mich grösser zu denken und auch härter zu arbeiten. Manchmal sah es einfach so aussichtslos aus, wenn ich nur noch 2 Dollar auf dem Konto hatte, mein prepaid Telefonkonto fertig war und ich mit dem Velo 2 Stunden nach Hause fahren musste. Aber ich hatte von Anfang an tolle Freunde um mich, das war immer wieder die Rettung.

Du wolltest eigentlich Schauspielerin werden, was hat deine Meinung geändert dich lieber dem Designen von Schmuck zuzuwenden?

Ich habe nie meine Meinung geändert, Toujours Toi hat einfach mehr und mehr Raum eingenommen auch dadurch dass ich davon leben konnte und vom Schauspiel noch nicht. Ich werde auf jeden Fall wieder spielen. Schauspiel ist noch immer eine grosse Leidenschaft von mir.

Du klingst ja ein bisschen wie eine kreative Explosion. Am Lee Strasberg Institute hast du studiert, arbeitest als Künstlerin und Schauspielerin und bist eine erfolgreiche Designerin. Wenn du dich für eine der kreativen Seiten entscheiden müsstest, was wäre es?

Das schönste am kreativ sein ist für mich das Entdecken; eine neue Farbkombination, der Hintergrund eines Charakters, Federn in genau den richtigen Farben für die neusten Schmuckstücke. etc. Ich liebe das Gefühl andauernd auf Abenteuer- und Entdeckungsreise zu sein, und dann wenn man plötzlich das Richtige findet ist das einfach das beste Gefühl.

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Wie sieht der perfekte kreative Tag für Nina Egli aus?

Gute Frage! Ein Mix aus inspiriert werden und kreieren.Vielleicht setze ich mich mit ein paar alten Foto- oder Kunstbüchern auf ass Sofa und höre eine perfekte Auswahl aus meiner Plattensammlung.
Dann gehe ich mit einem Kaffee aus dem “Gorilla’s” bei mir in der Nachbarschaft in Brooklyn spazieren und schaue mir die Herbstfarben an. Dann darf “thrifting” nicht fehlen; mich in ein Brocki stürzen und nach Schätzen Ausschau halten, bevor ich mich in die Sonne setze, ein paar Entwürfe zeichne oder mich an meinen Studiotisch setze und eine neue Schmuckkombinationen entwerfe. Am Strand in Long Island zu spazieren ist auch immer inspirierend und am Abend dann vielleicht ein wunderbarer Film. Auf alle Fälle wäre es ein ziemlich langer Tag!

Du beschreibst Toujours Toi als ein lustiges, verwöhntes Kind. Erkläre uns das etwas genauer. Ist “Toujours Toi” ein Teil deines Alter Egos?

Toujours Toi ist in dem Sinn verwöhnt dass ich ihm/ihr fast all meine Zeit und Aufmerksamkeit widme, Toujours Toi kriegt einfach nie genug davon im Mittelpunkt zu stehen und will jede Saison neue Spielsachen. Das heisst ich muss mich hinsetzen und eine neue Kollektion entwerfen. Lustig ist Toujours Toi von Grund auf.

Wann hast du dein erstes Schmuckstück fabriziert? Erinnerst du dich noch daran was es war?

Was mir als erstes in den Sinn kommt ist als ich mit 9 Jahren in Griechenland im Familienurlaub war und während den Tagen kleine spiralförmige Samen unter einem Baum gesammelt habe. Die habe ich dann mit einer Nadel aufgefädelt und zu einer Kette verwandelt.

Deine Kollektionen tragen verschieden Namen, wie zum Beispiel “Bye bye Birdie”, “Wild West” oder “True Romance”. Woher bekommst du die Inspirationen dafür?

Ich liebe es Titel zu finden. Jedes meiner Schmuckstücke trägt einen Namen. So kann man von “Peter Pan “ erzählen oder von “Hidden Love”, “Space Cadett” etc. Es macht einfach Spass.
Die Inspirationen kommen oft durch Musik- oder Filmtiteln. Ich lasse mich nicht nur für die Namen von Filmen, Musik und Büchern inspirieren, oft bringt ein Film genau die Stimmung einer Kollektion auf den Punkt. Zum Beispiel habe ich die Winter 07/08 nach Fellini’s “Giulietta Degli Spiriti” benannt..

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Viele Hollywood Stars tragen deine Kreationen auf der Leinwand wie auch im wahren Leben. Hast du dadurch das Gefühl den obersten Gipfel schon erreicht zu haben?

Um ehrlich zu sein, fühle ich mich viel öfter vor einem grossen Berg stehend als auf dem Gipfel.

Kannst du dir vorstellen Amerika wieder zu verlassen und zurück in deine alte Heimat Zürich zu ziehen?

Ich habe das Glück dass ich Zürich nie ganz hinter mir gelassen habe, ich verbringe immer noch viel Zeit hier. Ich gehe gerne zwischen New York und Zürich hin und her, auch wenn es oft ein bsschen stressig ist. Aber ich liebe beide Städte und in beiden Städten sind Menschen die ich liebe. Ich kann mir aber momentan nicht vorstellen wieder ganz nach Zürich zurückzukehren und New York hinter mir zu lassen.

Was sind deine Pläne für den Rest des Jahres?

2008 ging schon ziemlich intensiv los, ich habe einen Monat in Jaipur, indien verbracht um eine Kleiderkollektion unter dem Namen “Family Affairs” zu produzieren. Es ist eine Kollaboration mit meiner Mutter Kaya die in den 60ern und 70ern eine erfolgreiche Modedesignerin war. Zur gleichen Zeit habe ich in Jaipur auch meine erste Echtschmuck Kollektion entwickelt, die als zweites Sub-Label zu „Toujours Toi“ unter dem Namen “Circe” rauskommt. Im Herbst habe ich nicht eine sondern drei neue Kollektionen die in die Läden kommt. Ich freue mich sehr diese neuen Babies zu zeigen und ich kann mir gut vorstellen dass sie in kurzer Zeit auch verwöhnt sind. Das Jahr verspricht viele Reisen, eine Menge Arbeit und einige Überraschungen!

Text und Interview: Adriana Popescu
Porträt Nina: Meghan Roberts

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Kommentare (2)

  • Toll! Ich liebe die Sachen von toujours toi!
    Vorallem die Ohrringe mit den Vögeln oder die zweit untersten hier!
    Planet und Feder. Irgendwie kein Zusamenhalt aber doch irgendwie :D

    Kommentar von Nadine — 26.07.2008 @ 10:45
  • Fast ein wenig zu sehr DIY-Aussehen.
    Matter of Taste. Here, it’s not mine.

    Kommentar von strawberryfield — 24.03.2009 @ 20:21

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