Exzerpte aus düstereren Tagen
Eine selbstkonstruierte Identität
Verfasst von William S. Blake

William S. Blake, ich gebe den Verstorbenen eine Stimme
Indem ich singe und wie Bilder klinge
Auf dem Meer der Metaphern sitze ich in meinem Holzboot
Ernähre mich von Hoffnung wie andere von Brot
Traumwelt ist der Ort, an dem ich existiere
Realität die Illusion, die ich mit Rasierklingen seziere
Das Wasser aller Weltmeere passt in eine Schüssel
Viel zu viele Menschen glauben alles zu wissen
Die Verbundenheit zu den Elementen ist am Schwinden
Um zu Erkennen muss man bei Zeiten die Augen verbinden
Ich trage die Freude eines Kindes in meinem Herzen
Doch teilt es sich den Platz mit der Erkenntnis von Schmerzen
Siehst du die Bilder zu all meinen Geschichten?
Blake, ein offenes Bilderbuch für einsame Witwen
Ich bin der letzte überlebende, tote Dichter
Ich liege am Boden zu Füssen von gesegneten Fichten
Inmitten der freudig brennenden Tannennadeln
Feuer geh mit mir, würden die Zwillingsberggipfel sagen
Versucht mich zu hassen! Doch meine Liebe zerfrisst
All den grenzenlosen Hass, bis ich ihn aus mir raus piss’
Ich bin der Leidenschaft ihr letzter Bote
Ich bin ein Tänzer, ich tanze den Tanz der Toten
Ich träume von Schönheit, sie trägt den Stern auf dem Nacken
Sie und ich auf dem Trampelpfad beleuchtet von wärmenden Fackeln
Mein Leben ist ein Independent Film, der Ausgang bleibt offen
Mondsicheln der Hoffnung, verschwommen wie die Sicht von Besoffnen
Ich trage die Freude eines Kindes in meinem Herzen
Doch teilt es sich den Platz mit der Erkenntnis von Schmerzen
Siehst du die Bilder zu all meinen Geschichten?
Blake, ein offenes Bilderbuch für einsame Witwen
William S. Blake, Traumwesen zwischen Hedonismus und Melancholie
Gescheiterte Existenz zwischen Wahnsinn und Genie
Nicht immer kann alles schön sein, es können nicht immer alle lachen
Der Sturm des Jahrhunderts wütet, er wird Scheisse auf unsere Hütten kacken
Ihr wollt mit Regeln, Bräuchen und Sitten etwas erzwingen
Die Hoffnungslosigkeit lässt Millionen über die Klippen springen
Barton Fink trifft William S. Blake auf dem Lost Highway
Kryptisch, schockierend wie ein nächtlicher Schrei
Siehst du die Muster? Siehst du die Zeichen?
Die Eisenbahnstrecke in die Hölle kennt keine Weichen
William S. Blake ist Sozialarbeiter, nicht praktizierender Anarchist, Plattensammler, Zivildienstleistender, Hobby-Rapper, Plüschtierbesitzer, Teilzeit-Poet, Liebhaber, Guerilla Journalist, System- und Musikkritiker und stellt sich hier selbst vor. Das Gedicht als Song gibt es auf dem MySpace-Profil von William zu hören.
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Kommentare (2)
Dead Man calling…….! Sehr schön, weiter so William!
Kommentar von Self Destruct — 26.08.2009 @ 13:09Sehr schön!
Kommentar von anina — 01.09.2009 @ 09:32