Dedicated 1: New Hybrids
Sie ist schon ein leichtes Mädchen. Erst datet sie Rap, schiebt danach einen Dreier mit R’n’B und House, lässt zwischendurch mal noch Electro ran und zeugt als logische Konsequenz Raverap, kann sich allerdings den Unterhalt nicht leisten und schiebt ihn – ohne Tränen und Augenliderflattern – ins Waisenheim “Rok”. Der Bastard türmt, nimmt fortan Drogen und treibt sich nachts mit Gleichgesinnten im Wald rum. Sie flechten sich gegenseitig Zöpfe ins fettige Haar, führen Diskurse mit ihren Leinenkleidern und batteriebetriebenen Lavalampen und sind der geistigen Stagnation nahe. Was sich nach “Christiane F. auf Turkey” anhört, ist leider traurige Wahrheit; Zeit also, dies zu ändern!
Dies dachte sich auch der Südpol in Luzern und hat kurzerhand eine Eventreihe aus dem (Wald-)Boden gestampft, welche sich der Causa Clubkultur annimmt und gleich zu Beginn die erste Mannschaft aktueller Club-DJ’s aufs Feld schickt. “Dedicated” heisst die Serie passend und widmet sich neuen Sounds, Bewegungen und eben der aktuellen Clubkultur. Gängige Musikschemen und überholte Konzepte werden hier gänzlich ausser Acht gelassen, bewusst wird auf die Notwendigkeit frischer Mucke in den Clubs hingewiesen und in Sachen Musikgenres in unseren Breitengraden Trendsetting betrieben. So lautet denn auch der Titel der ersten Ausgabe “New Hybrids” und widmet sich dem Sound, der 2010 wohl endgültig zum neuen Hype erklärt werden dürfte!
Irgendwo angesiedelt zwischen Garage, 2-Step, UK Funky und Dubstep, trägt diesen neuen Hybrid noch keinen Namen, wird aber in Europas Clubs schon rauf und runter gespielt, und macht auf jeden Fall Laune.
Als prominenter Exponent dieser Szene wird am Samstag, 13. März 2010 Richard Attey alias DJ Shortstuff mit einem Set aufwarten, das seine englische Herkunft in keinster Weise leugnet und deshalb auch ein ordentliches Bassgewitter auslösen wird. Als Support-DJ’s konnten mit guyus und new.com einerseits die treibenden Kräfte hinter der Zürcher Reihe “Dub ex Machina” gewonnen werden, des Weiteren wird sich Raphallus Orgasmus (Bass Vandalizm) mit UK Funky und Artverwandtem auseinandersetzen.
Die Hure ist also verjagt, Clubkultur reloaded. Uns Freiern bleibt derweil nur die Entscheidung, zwischen guter und neuer Musik in frisch gestrichenem Ambiente und dem Gang in ein richtiges Puff… Bassmucke vs. Syphilis.
You decide!

Wann: 13. März, 2010, ab 22 Uhr
Wo: Südpol, Luzern
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