login login Passwort vergessen? Registrieren

Stine Goya - Beauty, Drama, Colour

Am 22.6.2009 1 Kommentare
zu Favoriten

Fotos Winterkollektion 2009 von Stine Goya

Wer bei Skandinavien nur an blonde Schönlinge und gute Musik denkt, sollte unbedingt einen Augenblick bei der Mode von Stine Goya verweilen. Die in Kopenhagen lebende und arbeitende Designerin beendete 2005 am Central St. Martins in London ihr Textildesignstudium und eröffnete ein Jahr darauf ihr eigenes Label, welches seit Anbeginn durch klare Schnitte und Linien besticht.


Die ausgewählten Farben und Aussagen richten sich an unabhängige Frauen, die gerne etwas wagen und sich auch getrauen ihre Kleider frei zu kombinieren. Bekannt für ihre grossflächigen Prints, hat sie sich diese Herbstsaison auf schwarz-bronzene Töne fokussiert und mit ihren Strassplättchen besetzten Leggins für ein Highlight an der Kopenhagener Fashionweek gesorgt.

In der Winterkollektion'09 setzt sie zudem ein weiteres Augenmerk auf die Frisuren der Models, denen Pferdeschwänze vor dem Gesicht herum baumeln und den Kleidern so eine Gleichzeitigkeit von Strenge und Spiel verleihen. Stine Goyas Mode erobert die Welt; neben Kopenhagen, Paris, Berlin und London ist sie in verschiedenen Geschäften der Welt zu erwerben und beehrt uns hoffentlich noch lange mit ihren Kreationen.

Im Interview verriet uns die 30-Jährige mehr über ihre Inspirationsquellen, Arbeitsweise und die Entstehungsgeschichte, welche hinter ihren Kollektionen steht.

 

Fotos Winterkollektion 2009 von Stine Goya

Fotos Winterkollektion 2009 von Stine Goya

 

Eine Auswahl an Fotos von Stine Goyas Winterkollektion'09 findet ihr nach dem Interview.

 

Interview mit Stine Goya

 

kinki magazine: Wo und wann arbeitest du am besten?
Stine Goya: Ich arbeite eigentlich überall, obwohl der inspirative Prozess hinter jeder Kollektion jeweils einer gewissen Abschottung bedarf.

Welches sind denn deine liebsten Marken und Designer?
Nicolas Ghesquière für Balenciaga, Jens Laugersen, Dries Van Noten, Chloé.

Wie genau bist du eigentlich in die Modewelt gelangt?
Ich habe am Central St. Martins studiert und nebenbei erst als Model und später als Stylistin gearbeitet. Später habe ich dann auch noch als Fashion-Editor für ein neu etabliertes dänisches Magazin, Cover, gearbeitet, bevor ich den Sprung wagte und Stine Goya aufgebaut habe.

Welche Arbeitserfahrungen gefielen dir am besten, bevor du mit deiner eigenen Mode durchgestartet bist?
Ich habe alle diese Erfahrungen sehr geschätzt, sie haben alle dazu beigetragen, wie ich Mode heute sehe und wie ich meine Arbeit als Designerin heute angehe. Aber als Mode-Redakteurin für das dänische Magazin Cover zu arbeiten, gab mir einen besonders guten Einblick in die Art und Weise, wie die Leute Mode sehen und persönlich interpretieren.

Wie hat sich das damals angefühlt für Chanel zu arbeiten?
Es war grossartig und eine Ehre für mich. Es ist eine ganz andere Erfahrung als in vielen anderen Modehäusern, was hauptsächlich mit der unermesslichen Weite des Unternehmens zu tun hat.

Gibt es ein klares Ziel, das du mit deiner Arbeit gerne erreichen würdest?
Ich möchte mich in meiner Arbeit ausdrücken und die Mode allgemein herausfordern und vorantreiben.

Wie verläuft der Entstehungsprozess einer neuen Kollektion?
Normalerweise versuche ich eine Welt von Farben und Ausdrücken zu kreieren, in der eine Kollektion dann Form annimmt. Diese Welt bedient sich enorm vieler Inspirationen, gewöhnlich arbeite ich sehr intensiv mit Emotionen oder Farbtönen als Leitmotiv. Jedes individuelle Kleidungsstück ist so kreiert, dass es ein Gefühl der Kollektion unterstützt, während die Kollektion als Ganzes darauf fokussiert im eigenen Design individuell stark zu sein.

Was waren die Themen deiner Sommer 09- und der Herbst 09-Kollektionen?
Der träumerische, inspirative Prozess selbst war ein zentrales Thema für SS09, sowie die liquide sich immer verändernde Natur des Rauches. AW09 wurde von einer burlesken David Lynch-Ästhetik inspiriert die in einer futuristischen Silhouette manipuliert wurde.


Wie sieht ein Tag eines Fashiondesigners aus?
Die Tage variieren sehr stark. Gemeinsame Nenner sind gewöhnlich Hektik, Spass und Unorganisiertheit.

Woher nimmst du deine Inspiration? Was beeinflusst dein Design am stärksten?
Von überall her. Mich kann etwas Spezifisches aus einer bestimmten Szene in einem Film bis hin zu Erfahrungen und beobachteten kulturellen oder architektonischen Aspekten eines besuchten Landes inspirieren. Aber ich versuche meine Inspirationen aus meiner eigenen Welt von Ästhetik und Design zu ziehen.

Wer kleidet sich nach deiner Meinung am besten?
Tilda Swinton, Ich mag ihre "I will wear what I will wear"-Attitüde. Und auch Vanessa Paradis.

Denkst du an die Frauen, die deine Kleider tragen werden, wenn du designst? Und gibt es deiner Meinung nach einen bestimmten Typ Frau, der deine Mode trägt?
Durchaus, nicht dass ich einen bestimmten Personentyp im Kopf hätte, aber ich versuche so zu designen, dass jedes einzelne Stück aus dem Kontext der Kollektion genommen werden und mit der persönlichen Garderobe eines Individuums vermischt werden kann. Manchmal ist es sehr spannend zu sehen, wie die Personen die Kleidungsstücke persönlich kombinieren und tragen.

Was sind deine nächsten Pläne?
Ich hoffe, dass ich Stine Goya weiterhin führen und vergrössern kann, nicht nur die Grösse der Marke sondern auch das Assortiment der Sachen, die wir designen. Vielleicht auch mal eine Männerlinie aufbauen oder ganz in andere Design-Gebiete vordringen mit kreativen Kollaborationen mit anderen.


Text: Katja Müller
Interview: Florence Ritter

 

Winterkollektion 2009 von Stine Goya

Tags: magazin nr 15, Fashion, Interview, stine goya

Kommentare (1)

Kommentar schreiben

abschicken

suche

go

kinki newsletter

Willst du immer auf dem Laufenden bleiben? Dann melde dich hier beim kinki Newsletter an.

go

kinki magazine abonnieren

Hach, wir sind ja so unheimlich generös: Ihr bestellt ein Abo und wir beschenken euch dafür. Viel Spass und willkommen im kinki Kosmos!

Präsent wählen

werbung