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Red Bull Music Academy

Am 21.11.2008 1 Kommentare
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Musik machen ist heute relativ einfach: Laptop angeschlossen, Programm runtergeladen und schon kann fröhlich daheim drauf los "gebastelt" werden. Den fertigen Sound lädt man dann einfach bei MySpace hoch oder verschickt es an Labels oder Produzenten per E-Mail oder packt es ganz einfach bei einem der unzähligen Free-Hoster auf die Seite – ein teures Studio ist heute nicht mehr von Nöten und höchstens noch den ganz Grossen der Branche vorbehalten.

 

Red Bull Music Academy

 

Professionelle Musiker als Hobby-Eigenbrötler

Dieser Luxus beschreibt eine Entwicklung, welche die Musikindustrie immer wieder vor grosse Herausforderungen gestellt hat: Wo bleibt der kreative Austausch und die zwischenmenschliche Kommunikation? Darf Musik zu einem eigenbrötlerischen Hobby verkommen und wer setzt überhaupt noch Qualitäts-Standards? Probleme mit denen sich auch die Köpfe hinter der Red Bull Music Academy auseinander gesetzt haben, als diese das "wandernde Kreativsammelbecken" vor zehn Jahren gründeten. An der "Akademie der elektronischen Künste" wollen die RBMA-Macher nämlich den kulturellen Austausch fördern, Newcomer, Musikgrössen, Labels und sogar die Presse zusammenbringen und so etwas völlig Neues schaffen: Frischen Input für eine bereits totgesagte Branche.

 

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Video: Portrait über die Red Bull Music Academy 2008

 

Ein neues Konzept, das Brücken schlägt

An der Academy sollen sich die Teilnehmer austauschen, ihren Horizont erweitern und dabei fachliches Wissen erlangen. Die geschieht in praktischen Übungen in topmodernen Studios und dank interessanten und exklusiven Vorlesungen durch bekannte Musiker und Produzenten – der legendäre Komponist Melvin van Peebles, Funk-Urgestein James Pants und DrumNBass-Legende Goldie, nur um einige Namen zu nennen. Auch in der Vergangenheit wurde die Academy durch bekannte Größen unterstützt, wie den bereits verstorbenen Bob Moog, Sängerin M.I.A. und Produzent Flying Lotus, der seinen Hit "Tea Leaf Dancers" vor zwei Jahren an der Academy in Melbourne geschrieben hat. Der hauseigene Radiosender Red Bull Music Academy Radio bietet den Künstlern zudem eine weitere Plattform, um ihre Sounds, Projekte, Kollaborationen und Ideen vorzustellen. Da ist eine Bewerber-Anzahl von 3000 Interessenten eher weniger verwunderlich.

 

"Multikulti" ist das Motto

Zwei Wochen dauert ein Workshop an der Red Bull Music Academy, und diese intensive Zeit verlangt den Teilnehmern einiges ab. Die insgesamt 60 Teilnehmer aus der ganzen Welt, müssen in diesem knappen Zeitraum eigene Konzepte entwickeln und austauschen, so dass sie nach Abschluss mit frischen Ideen in ihre Musikszene zurückkehren, um dort neue Akzente setzen zu können. Zu den Musikern, die dieses Jahr aus über 36 Ländern von Red Bull an die Academy eingeladen wurden, gehörte auch die Schweizerin Muriel De Bros a.k.a. Princess P, zu der ihr ein ausführliches Portrait in der Printausgabe des aktuellen kinki magazins findet.

 

Nach Berlin, New York, London, Kapstadt, Rom und Seattle fand die RBMA im 2008 zu ihrem bereits zehnten Jubiläum in der katalanischen Hauptstadt Barcelona statt.

 

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Video: Statements zur Red Bull Music Academy 2008 von einigen Teilnehmern sowie von Musikern, die in Barcelona leben.

 

Text: Florian Hennefarth

Tags: Red Bull, Music Academy, musik, Event, Magazin Nr 8

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