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Handmade Rap Music

Am 16.11.2009 11 Kommentare
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Die Rapper 2Mex und Ceschi gehören zu den bekanntesten Vertretern der Untergrund-Rap-Szene, die sich in den 90er-Jahren um L.A. gebildet hat, mittlerweile dank Internet jedoch über zahlreiche Kontinente vernetzt ist. Dass die zwei hierzulande nur wenigen bekannt sind, ist nicht verwunderlich, aber schade, denn ihre Musik hat mit dem Bling-Bling-Hip-Hop, den man auf MTV zum Überdruss serviert bekommt, nur wenig zu tun, und könnte auch Szenefremden gefallen. Um 2Mex und Ceschi auch der kinki Leserschaft näher zu bringen, haben wir die beiden vor ihrem einzigartigen Auftritt im Sedel Luzern getroffen. Anbei das Interview in voller Länge, den Magazin-Artikel könnt ihr im Heft oder online nachlesen.

 

2Mex und Ceschi

Ceschi und 2Mex

 

 

Interview

 

Als ich Ceschi das altmodische Kassetten-Aufnahmegerät hinlege kontert er sofort erfreut: Yeah, Old School Supporter!

 

kinki magazine: Könntet ihr euch kurz vorstellen?
2Mex: Mein Name ist Alejandro Ocana, man nennt mich 2Mex, ich bin ein Rapper aus Los Angeles.
Ceschi: Mein Name ist Ceschi Ramos, ich bin Songwriter, Rapper, ich bin von New Haven Conneticut, Fake Four Music.

 

Könnt ihr als independent Artists von eurer Musik leben?

2Mex: Für mich ist es ungefähr der zehnte Geburtstag, ich kann sagen, dass ich mich seit zehn, elf Jahren mit Hip Hop gerade so ohne anderen Job über Wasser halten kann. Ich war immer in unterschiedlichen Gruppen und gleichzeitig an mehreren Projekten und somit immer sehr beschäftigt.

Ceschi: Ich habe meinen letzten Job als Grundschullehrer 2005 aufgegeben, das sind jetzt vier Jahre. Aber ich "hustle" immer noch kleine Jobs nebenbei, was immer mir in die Hände fällt. Aber meine Hauptbeschäftigung ist die Musik.

 

Was ist vom finanziellen Aspekt her wichtiger: die Shows oder die Aufnahmen?
2Mex: "The Shows pay." In der heutigen Ära des Downloadens verkaufst du weniger Tonträger, dafür hast du mehr Fans.
Ceschi: Die Performance bringt die Kohle, eindeutig!

 

2Mex mit Ballon
2Mex

Und welcher Teil des Musikprozesses gefällt euch am meisten?
2Mex: Wenn du zu Hause Songs aufnimmst, dir den Song anhörst, nachdem er gemixt wurde, und du zufrieden bist, das ist der beste Moment. Wenn ich etwas zum ersten Mal höre und es sehr nahe an dem Konzept ist, das ich in meinem Kopf hatte, dann ist das sehr befriedigend.

Ceschi: Ja, ich würde dasselbe sagen. Ich denke, das Aufnehmen ist mein liebster Part, auch wenn das bei mir immer sehr lange dauert. Eine Live-Performance, wenn man seine Aufnahmen an die Leute bringt, ist ein anderes, auch sehr schönes Gefühl. Beides ist auf seine Weise grossartig. Aber die unmittelbarste Freude erweckt das Fertigstellen eines Songs.

 

 

Hat sich eure Karriere oder wie ihr die Musik zu den Leuten bringt durch das Internet und das Downloaden verändert?
2Mex: Ich denke schon. Die ganze Musikindustrie ist kollabiert, viele Leute hingen an der Klippe und sind schliesslich abgestürzt. Wir waren glücklicherweise von Beginn an unabhängig. Ich verkaufte noch Kassetten in den Strassen.

Ceschi: Ich auch!

2Mex: Ich denke, weil die ganze Industrie wieder zum Untergrund, zur Basis zurückkehrte, waren wir schon etwas vorbereitet, weil wir nie in grossem Ausmass die Medien der Musikindustrie genützt haben. Wir haben das Glück, dass wir – egal wie viele Jahre vergehen – auf eine beständige Anzahl an Hörern zählen können. Wir waren nie ganz oben und konnten auch nicht herunterfallen.

 

Ceschi: Ich denke, es war anders für Alex als für mich, weil er einige Jahre älter ist. Als ich mit der Musik begonnen habe, hatte sich Alex bereits als Künstler etabliert. Ich bin diese Download basierte Musikindustrie gewöhnt, gleichzeitig merkt man von Jahr zu Jahr starke Unterschiede.

Obwohl man weiss, dass man viele treue Fans hat, wird es jährlich schwieriger, Tonträger zu verkaufen. Mit meinem eigenen Label Fake Four beobachte ich, dass Vinyl endlich wieder aufkommt. Die Platten kommen in die Indie-Szene zurück, ich habe sogar gelesen, dass zum Beispiel das Kleidergeschäft Urban Outfitters in Amerika in 150 Stores Vinyl aufnehmen.

Das ist eine grosse Veränderung, denn irgendwann sieht man vielleicht eine Awol One Platte im Urban Outfitters, dadurch erhält eine ganz neue Gruppe an Kids die Möglichkeit Awol One oder andere Künstler zu hören, das ist toll.

 

 

2Mex live

2Mex live

 

 

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
2Mex: Heute mache ich persönlichen Hip Hop. Ich habe über die Jahre so viele unterschiedliche Dinge aufgenommen, nun mache ich Musik für mich. Ich mache Musik, die mir gefällt und die vielleicht auch anderen gefallen wird. Ich arbeite mit Leuten, mit denen ich schon immer arbeiten wollte, mit meinen Freunden, egal wo auf der Welt sie sind. Scheiss auf Warner Brothers, Sony und all diesen Mist. Ich habe für diese Firmen gearbeitet, "they suck!".

Auch wenn pro Stadt nur 100 Leute an ein Konzert kommen, sie sind sehr wichtig. Deshalb heisst mein nächstes Album auch "My Fanbase will destroy you". Ob ich nach Griechenland oder nach New York gehe und dort vor 100 Leuten spiele; diese Grüppchen können dich am Leben erhalten. Dies möchte ich honorieren, indem ich immer weiter Musik mache.

 

 

Worum ging es dir, als du mit dem Musikmachen begonnen hast?
2Mex: Am Anfang hast du Träume, du möchtest Hip Hop machen, weil du diese Musik hörst und liebst und gross rauskommen willst. Ich ging mit Will.i.am von den Black Eyed Peas zur Highschool und mit einem Rapper namens Ahmad, der mit 16 Jahren in den USA sehr bekannt war, zur Schule.

Kennst du Ahmads: "Back in the days when I was young, I’m not a kid anymore…" (beide beginnen zu singen)? Ich sah meine Freunde in jungem Alter erfolgreich werden, also dachte ich nie, dass es nicht möglich wäre, selbst bekannt zu werden.

Niemand sagte mir: "Du kannst das nicht. Du kannst nicht so erfolgreich sein!" Während all den Jahren wollte ich von einem grossen Label unter Vertrag genommen werden, schlussendlich war aber die Reise, die zu diesem Ziel führen sollte, der schöne Part: die Tourneen mit den Visionaries, das Spielen, die Aufnahmen, der Kontakt zu den Fans.

Jetzt, da ich älter bin, habe ich das verstanden, nun geniesse ich die Reise. Ich geniesse es, Konzerte zu geben und meine Musik rauszubringen, ich mache mir nichts mehr aus dem Fernsehen und dem Radio. Das Ziel habe ich für mich bereits erreicht.

Ceschi: Da ich jünger bin, waren die Umstände bei mir anders. Typen wie Alex hatten sich bereits als Künstler in der Untergrundszene etabliert. Ich wollte niemals bei einem Major Label sein, mein Traum war es, von meiner Musik leben zu können. Einfach machen zu können, was ich will. Das hat sich nicht verändert.

 

Ceschi Ramos
Ceschi Ramos

Und wie würdest du, Ceschi, deine Musik beschreiben?
Ceschi: Ich arbeite zurzeit mit DJ Scientist von Equinox Records aus Berlin zusammen, wir teilen diese Liebe für psychedelischen Rock, wir machen ein Hip-Hop- / Folk-Album.

Das ist grundsätzlich das Ding, was ich mache: ich mische Folk und Hip Hop mit Songwriting. Ich habe immer beides gemacht, seit meinem achten Lebensjahr rappe ich und schreibe Songs. 1981 bin ich geboren, mit fünf hörte ich schon Rap.

Und diese Typen wie Alex und einige andere Rapper, zu denen ich hochschaute, die waren sozusagen die Basis, sie bildeten eine Art D.I.Y.-Indie-Szene, das machte es auch für mich und meine Generation einfacher.

 

 

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Ceschi: Ich war in einer Band namens Toca, 2001 kamen mein Bruder und Tommy V nach L.A., wo wir Toca gründeten. Gleichzeitig trafen wir 2Mex und Busdriver und nahmen deshalb den ersten Toca-Song gemeinsam auf, der Song ist bis heute nicht erschienen, aber der kommt bestimmt noch raus…. Da wir alle Teil derselben Szene sind, haben wir gemeinsame Freunde und machen auch zusammen Projekte. Ich kenne Alex jetzt seit acht Jahren.

2Mex: Ja, du hast sogar schon mal in meinem Haus gewohnt. Erst wusste ich gar nichts davon. Die sind einfach bei mir eingezogen. Plötzlich kam mein Freund Dani von OMD mit all seinen Jungs vorbei, um zusammen an einem Album zu arbeiten. So ist das in unserer Szene: die Freunde meiner Freunde sind auch meine Freunde. Wir haben so viele Gruppen und Projekte, man produziert sehr viel, das vielleicht nie veröffentlicht wird. Es geht nur darum, zusammen gute Musik zu machen, um das Geld, die Veröffentlichung, die Verteilung kümmern wir uns erst später.

Wir müssen Musik machen, solange wir jung sind, jedes Jahr kriegen Leute aus der Szene Kinder oder heiraten oder nehmen "normale" Jobs an, bei denen sie gut verdienen. Da schrumpft die Anzahl der Freunde, die musikalisch mitziehen. Leute wie Ceschi und ich opfern alles für die Musik.

Ich habe für die Musik Beziehungen zu Frauen und in gewissem Mass auch zu meiner Familie aufgegeben. Ich habe diese Entscheidung gefällt, weil ich für immer Rap machen möchte.

 

 

2Mex live

2Mex live

 

 

Ist diese Szene ziemlich L.A. bezogen oder zieht sie sich durch die ganzen USA?
2Mex: Sie ist in ganz Amerika.
Ceschi: Ich lebe nicht in L.A., ich habe eine lange Zeit in L.A. gelebt, wo ich auch sehr viele Freunde habe. Aber es ist überall. Ich denke, L.A. ist eine Art Drehscheibe für die Art Musik, die wir machen, das hängt mit der Geschichte des Good Life Café zusammen, wo Project Blowed entstand. Da gab es Leute, die den progressivsten Rap produzierten, das hat Hip Hop wirklich verändert, das hat viele Leute nach L.A. geführt.

2Mex: Danach hat sich diese Entwicklung auch sonst vielerorts abgespielt. Egal wo ich hingehe, ich treffe überall Rapper, die unglaublich gut sind. Heutzutage ist Hip Hop so fortgeschritten, dass kleine 7-jährige Kids nichts über Freestyle Fellowship wissen, aber schon wie sie rappen.

Busdriver hat letzthin zu mir gesagt: "Keiner unserer Styles ist heute noch neu", es gibt kein Geheimnis mehr, alle können sich aller Stile bedienen. Du musst einfach gut und innovativ darin sein. Es ist wie ein Zirkus, es gibt keine Tricks mehr, du denkst, du kannst gut rappen, das kann heutzutage jeder. Überall auf der Welt freestylen die Leute wie verrückt!

 

 

Unterscheidet sich die Szene hier von der in Amerika?
2Mex: Ich denke, wenn ich vor Leuten performe, die nicht englisch sprechen, also nicht unbedingt alles verstehen, dann muss ich manchmal die Emotionen und den Stil stärker transportieren. Ich habe Songs, welche die Leute in Los Angeles oder in New York lieben, dann spiele ich sie in Europa und sie kommen weniger gut an, weil die Leute nicht alles verstehen, was ich sage.

Also bringe ich hier eher Songs mit Emotionen anstelle von inhaltlich starken Texten, da sich das Publikum hier auch von der Kultur her inhaltlich nicht unbedingt damit identifizieren kann. Ich probiere ständig aus, beobachte, wo die Songs gut ankommen und gleiche ab. Und dann habe ich hoffentlich eine Show mit allen Liedern, die einschlagen. Wie ich sagte, es ist eine tägliche Übung, jeden Tag probiert man Sachen aus, im echten Leben trainiere ich nicht im Fitnessstudio, ich übe im Geiste.

Ceschi: Mir ist etwas anderes aufgefallen, wenn ich eine Show in Amerika spiele, geht es den Leuten manchmal mehr darum, zu trinken und Leute zu treffen, in Europa habe ich den Eindruck, dass die Leute viel aufmerksamer sind. Das schätze ich sehr. Natürlich ist es nicht immer so. Es gibt Unterschiede, aber grundsätzlich ist es schon ziemlich ähnlich.

 

 

2Mex, du hast gesagt, dass du immer eine Mitteilung hast, geht es immer um etwas anderes oder möchtest du mit deiner Musik grundsätzlich etwas sagen?
2Mex: Das kommt auf das Jahr an. Einmal fühle ich mich politisch, im nächsten Jahr bin ich verliebt und schreibe nur Liebeslieder, dann möchte ich einfach der beste Rapper sein und rappe möglichst schnell, im nächsten Jahr ist es wieder etwas anderes, ich habe beispielsweise mit meiner Band The Returners ein Album gemacht, welches wir den Gravediggers, dem Wu Tang Clan und Cypress Hill, diesem 95er-Jahre-Hip-Hop gewidmet haben. Jedes Jahr bringt also eine andere Geschichte.

Ceschi: Alle meine Lieder bedeuten etwas, das ist nicht einfach Nonsens. Es kann persönlich oder politisch sein. Vielleicht erzähle ich eine Geschichte über jemanden, die erdichtet scheint, innerhalb dieser Geschichte gibt es aber sicherlich alle möglichen unterschwellige Mitteilungen, die autobiografisch oder politisch sind. Es gibt auf jeden Fall immer eine Message, dennoch denke ich nicht, dass jedermann in seiner Musik eine Mitteilung zu haben braucht.

 

2Mex live2
2Mex live 2

Wie lebt ihr?
2Mex: Wir sind ständig am Aufnehmen. Vor zwei Jahren habe ich diese Jungs von Grimm Image Records kennengelernt, sie sind gebürtige Amerikaner und ihre Familie besitzt ein Casino, sie sind eine richtige Sippe. Die letzten zwei Jahre konnte ich es – anstatt ständig hier und dort was rauszubringen – dank ihrer finanziellen Unterstützung etwas lockerer nehmen.

Also habe ich an einem Album gearbeitet. Da Grimm Image kein Office und Staff besitzt, bin ich zu Sage Francis gerannt und habe über ein Jahr mit ihm verhandelt: Grimm Image finanziert und Sage Francis übernimmt die Distribution.

Zum ersten mal konnte ich also diesbezüglich zurücklehnen: wir haben über 40 Songs aufgenommen, nun muss ich die besten 13 aussuchen. Lange Zeit haben mir alle gesagt, dass ich zu viele Records rausbringe, jetzt habe ich mir mal richtig Zeit genommen.

Jetzt nehme ich mir fast schon zu viel Zeit, ich habe Geld und sitze zu Hause und rappe (lacht). Anfang nächsten Jahres muss das Album raus. Die Platte wird toll, es hat Songs mit Busdriver, Thavius Beck, Deeskee, Ikey Owens von Mars Volta und anderen drauf.

Ceschi: Ich kann das Album kaum erwarten! Als ich das letzte Mal nach Europa kam, wurde meine Oma krank, darauf sind wir alle bei ihr eingezogen. Meine ganze Familie wohnt unter einem Dach bei meiner Grossmutter. Ich führe mein Label Fake Four Inc. von dort aus und nehme auch dort auf. Glücklicherweise hat mein jüngerer Bruder seine Musikkarriere und sich selbst für mich geopfert, damit ich meine Musik machen kann und zum Beispiel nach Europa kommen oder in den USA auf Tour gehen kann. Mein Bruder ist ein unglaublich guter Schlagzeugspieler, er ist sehr talentiert.

Er ist sozusagen der Grund, weshalb ich Fake Four überhaupt aufbauen konnte. Ich habe hart für den Ruf des Labels gearbeitet, es ist wirklich eine Plattform für meine Musik und für die Musik meines Bruders und meiner Freunde. Ich gehe zurück und bringe Platten von Awol oder Sole raus, das sind Leute, die ich vor zehn Jahren getroffen habe, mit denen ich in den letzten Jahren kaum kommuniziert habe, nun werden wir wieder Freunde, so ist diese Hip-Hop-Gemeinschaft, wo man sich gegenseitig aushilft. Ich arbeite wirklich daran, gute independent Musik rauszubringen.

 

 

Was werdet ihr in zehn Jahren machen?
Ceschi: Ich hoffe, dass ich immer noch Musik machen werde. Da ich mir für Alben immer sehr viel Zeit nehme, werde ich bis dann wohl ein weiteres Album produziert haben, vielleicht auch zwei oder drei (lacht).

Ich hoffe, das Label läuft noch und ich kann davon leben, vielleicht arbeite ich auch weniger und kann mehr an meiner Musik tüfteln, denn im Moment mache ich einfach alles für das Label. Ich würde auch gerne einen Treffpunkt in New Haven Conneticut – wo ich lebe – eröffnen, wo es ein vegetarisches Restaurant gibt, oder so etwas wie das Good Life Café.

Einfach ein guter Ort für Kunst und interessante Künstler und Essen, ich denke, dass ich es "The Forest" nennen würde. Ich weiss es nicht, ich möchte Dinge aufbauen und weiterhin Kunst und Musik produzieren.

2Mex: Dann bin ich 46 Jahre alt, keine Ahnung. Ich denke, ich werde vermutlich mit Hip Hop aufgehört haben, eine junge Freundin suchen, die sich um mich kümmert…, vielleicht werde ich einen Job annehmen, das würde mir nichts ausmachen. Seit ich 21 Jahre alt bin, hat mich Gott um die Welt reisen und alles machen lassen, was ich wollte.

Wenn ich also in eine andere Welt zurückkehren muss, dann habe ich kein Problem damit. Aber ich denke, dass ich etwas auf die Beine stellen werde. Zum Beispiel besuche ich in Los Angeles von der Jugendbehörde aus bereits zu Jugendlichen ins Gefängnis, um mit ihnen zu sprechen. Oder ich gehe mit ein paar Rappern in die Schulen – obwohl ich kein guter Freestylerapper bin – wir zeigen den Kindern, wie man rappt.

Wir machen diese Kurse, wo wir ihnen beibringen, wie man in einer Stunde etwas texten und performen kann. Wir zeigen ihnen, dass man nicht am Radio oder auf MTV gespielt werden muss, um Musik zu schaffen und um erfolgreich zu sein. Sie assoziieren Erfolg nur mit viel Geld und Bekanntheit.

Wir zeigen, dass wir aus der Nachbarschaft kommen und durch die ganze Welt reisen und Musik machen können. Ich weiss es nicht, ich mag eigentlich die Regierung unserer Stadt nicht, ich weiss gar nicht, weshalb sie mich darum beten, aber ich mache es sehr gerne. Vielleicht werde ich so etwas machen und vielleicht irgendwann einen Fan heiraten (lacht).

 

Zum Schluss noch zwei Songs zum probehören:

 

Ceschi - "Count On It" (auf den Play-Button klicken)

mp3

 

Ceschi - "Same Old Love Song" (auf den Play-Button klicken)

mp3

 


Text und Interview: Florence Ritter
Fotos: Dino Cerutti und Jonas Kündig

Mehr Infos und Musik von 2Mex und Ceschi gibt es auf ihren MySpace-Seiten.

 

Wer über das Plattenlabel Equinox Records von DJ Scientist mehr wissen will, ist auf der offiziellen Website an der richtigen Adresse, ebenso könnt ihr mehr von Ceschis Label Fake Four Inc. auf MySpace erfahren.

 

Bei iTunes kaufen

Tags: 2mex, ceschi, indie rap, Interview, magazin nr 19

Kommentare (11)

  • Die Jungs geben die besten Live-Shows, die es gibt! Congrats!

    von anna am 17.11.2009 11:18
  • Wunderbar.

    von William S Blake am 17.11.2009 18:53
  • sehr schoen !

    von manu2 am 17.11.2009 19:17
  • tolle sache

    von sämi s am 18.11.2009 12:02
  • "Vor zwei Jahren habe ich diese Jungs von Grimm Image Records kennengelernt, sie sind gebürtige Amerikaner und ihre Familie besitzt ein Casino, sie sind eine richtige Sippe." richtig gebürtige amerikaner, oder doch native americans? fragt der indianer in mir

    von arnibionic am 18.11.2009 21:31
  • trommelfellpenetration vom feinsten. yes yes yes los angeles fresh fresh

    von kai-shais am 19.11.2009 01:52
  • hmm "they are native americans and their family owns a casino, they are like a tribe" wahrscheinlich wandelst du auf den richtigen Pfaden arnibionic...

    von florence am 19.11.2009 08:52
  • indios

    von william s blake am 19.11.2009 13:01
  • hugh ... bin gespannt wie ein flitzebogen auf die alben, die da kommen werden...

    von arnibionic am 22.11.2009 03:06
  • geht mir gleich.

    von Squee am 22.11.2009 10:09

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