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Handgemachte Drachen und Monster aus Japan

Am 17.12.2009 3 Kommentare
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Während andere Kinder in den Schulpausen "Schere, Stein, Papier" spielten, gab es für Hajime Emotos aus Japan ein anderes Spiel, das da hiess: "Papier, Schere, Klebstoff".

 

Handgemachte Drachen und Monster aus Japan
Handgemachte Drachen

Gepaart mit viel Zeit und eine Menge Fantasie führte das zu Hajimes "Ausbildung". Er ist ein waschechter Autodidakt in Sachen Kunst, denn während sich andere Künstler durch die Kunstschulen dieser Welt hangeln und von ausgebildeten Professoren lernen wie man die präzise Kunst erlernt, hat Hajime einen Grossteil seiner Freizeit mit Fantasiewesen wie Drachen, Teufel, merkwürdige Tiere oder Fische verbracht.

 

Fasziniert von diesen Wesen, begann er sie aus seinen Gedanken in die Realität umzusetzen. Immer weiter verfeinerte er seine Künste um die Gegenstände Papier, Schere und Klebstoff. Was andere an Schulen lernen, lernte er durch eigene Erfahrung. Wenn ein Drachen mal nicht so aussah, wie er es sich vorgestellt hatte, wurde kurzer Hand ein neuer gefertigt, die Fehler des alten verbessert.

 

Ohne Anleitung und Ausbildung entwickelte sich Hajime zu einem Künstler, der Figuren zum Leben erwecken kann, die es bisher nur in seiner Fantasie zu geben schien.

 

Handgemachte Drachen und Monster aus Japan

Handgemachte Drachen und Monster aus Japan

 

 

Solche Figuren zu modellieren ist mehr als nur ein Hobby geworden. Seine Arbeiten tragen den Titel "Specimens" und zu bestaunen gibt es die putzigen Teilchen hauptsächlich in Tokyo. Manchmal auch in kleinen Independentfilmchen, für die er seine Monster gerne als Nebendarsteller ausleiht. Vielleicht erlangt er keinen unendlichen Weltruhm, zumindest noch nicht, aber wer sich seine Kreaturen und Figuren ansieht, weiß, das soviel Talent eines Tages auch Anerkennung finden wird.

 

Handgemachte Drachen und Monster aus Japan

Handgemachte Drachen und Monster aus Japan

 

 

Auch ohne abgeschlossene Ausbildung kann man, wenn man den Willen hat, einiges erreichen, sagt Hajime. Das fehlen eines Abschlusszeugnis an einer Kunstschule hat ihn noch nie davon abgehalten seine Kunst zu verbessern, ganz im Gegenteil, er sah es eher als Ansporn. Die beachtliche Sammlung an Eigenkreationen lässt auch Zweifler verstummen. Und wem die Figuren alleine nicht genug sind, der kann sich gerne eines der von Emoto veröffentlichen Bücher anschauen. Erschienen sind beide bei Parol-Sha und beschäftigen sich beide mit der aktuellen Arbeit "Emotos"

 

Genju Hyouhon Hakubutsuki (Record of Natural History of Phantasmal Animals)

 

Genju Hyouhon Saishushi (Record of Field Work of Phantasmal Animals)

 

Soll noch mal einer sagen, dass man es ohne Ausbildung im Leben zu nichts bringen wird.

 

Mehr Informationen und Bilder gibt's auf der Website von Hajime Emotos.

Tags: magazin nr 19, dragons, magazin nr 20

Kommentare (3)

  • ui grusel- und freakig, aber spannend.

    von Anonymus am 18.12.2009 13:06
  • Ich denke, dass die Erkenntnis des Filter-Subjekts so wichtig wie alt ist. Die Digitalisierung macht es nicht zum Novum, was du ja slsbet bemerkt hast. Quereyology ist kein neues Phe4nomen, so schf6n der Begriff in den beiden Beitre4gen auch aufgebaut wurde und ein einzelnes Phe4nomen hervorzuheben macht keine neue Erkenntnistheorie. Der Ideologie-Filter ist nicht neu, sonst he4tten sie alle nicht florieren kf6nnen. Kognitive Verzerrung und Voreingenommenheit, confirmation bias, hostile media effect, selective exposure theory, shifting baselines und nicht zu letzt unsere Versuche unserem Selbstbild zu entsprechen lassen das (Filter-)Subjekt ohnme4chtig der objektiven Realite4t gegenfcberstehen unabhe4ngig von Digitalisierung und Suchmaschine. Das Problem liegt schon viel ne4her an unserem Bewusstsein. Konstruktivismus wurde als weiterer Stichpunkt bereits genannt.Das nicht nur die subjektiven Filter-Mittel eine Rolle spielen und die externen (Vor-)Filter (die Medien) nicht neu sind, hast du auch erwe4hnt. Neu, und damit stimme ich dem Beitrag zu, ist der Umfang und die Mf6glichkeiten der Filter-Mittel. Die Macht, die damit den Hfctern der Algorithmen zufe4llt, hat aber nichts mit der Definition des Filter-Subjekts zutun sie gehf6ren nicht zu seiner Autorschaft. Neu ist auch das Gewicht des Macht-Batzens der sich dort verschiebt. Deshalb ist es wichtig die Meinungsbildung und subjektive Wahrnehmung im Internet weiter zu thematisieren. Zum Glfcck wurde das schon recht popule4r und in dutzenden(?) Bfcchern behandelt. Zu letzt kann man damit gar Verschwf6rungstheoretiker diskreditieren. Und die Gesellschaft wird sich klar, dass ihr nicht die ganze Realite4t auf der ersten Suchergebnisseite pre4sentiert wird. Das bleibt zumindest zu hoffen, aber die anonymen Mitglieder unserer Gesellschaft werden oft genug untersche4tzt eine weitere Verzerrung. Zum Glfcck sind wir nicht in den Suchmaschinen gefangen und Kant le4sst sich immer noch unverzerrt lesen. Deshalb wollte die Queryology nur ein wenig relativieren. Es ist alles nichts neues, aber nach wie vor bedeutend.Grfcdfe

    von Najemeddine am 6.3.2012 00:09
  • RWsS8q <a href="http://qzchdxtbkmdo.com/">qzchdxtbkmdo</a>

    von kbryrlkk am 9.3.2012 10:34

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