Auf zu neuen Ufern!
Die australischen Männer scheinen eindeutig glücklicher zu sein: nicht nur, dass ihnen grob geschätzte 340 Sonnentage im Jahr vergönnt sind, sie haben auch noch Zugang zu den vielleicht lässigsten Labels, die man sich denken kann. Während in unseren Breitengraden die Jungs zu wahren Retorten-Boys verkommen sind (wenn ich noch einen mit diesem kleinkarierten H&M-Hemd und dieser Einheitslook-Sonnenbrille sehe, dann flippe ich endgültig aus), wachsen coole und aussergewöhnliche Labels für Herrenmode auf der anderen Seite des Globus wie Pilze aus dem Boden.
Aber ich muss ja dazu sagen: im Grunde könnt ihr Jungs gar nichts dafür. Die Herrenmode scheint zu stagnieren, seit ich denken kann. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Herren den Ton angegeben und die Damen nachgezogen haben.
Um euch aus eurer Misere zu befreien, habe ich einmal ein bisschen in fremden Kleiderschränken gestöbert und bin da über ein paar sehr hübsche Lösungsansätze gestolpert:
Label Mjölk
Da wäre zum Beispiel das Label Mjölk, das 2003 von dem Central St. Martins College Absolventen John Clarke und dem Danmark DesignSkole Absolventen Lars Stolen in Schweden gegründet wurde. Der Brand zog allerdings bereits 2004 über den grossen Teich nach Australien und schlug dort ein wie eine Bombe: zu Recht, denn Mjölk lässt Mann mit klaren Schnitten entspannt und gleichzeitig gut gekleidet wirken. Hier findet man viel Schwarz und Weiss, allerdings setzen sich auch immer wieder helle Farben durch. Für alle, die in skinny-fitted Jacketts und slim-fit Shirts und skinny-legged Jeans passen.
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Nathan Smith
Den etwas Experimentierfreudigeren unter euch sei Nathan Smith ans Herz gelegt. Dieser junge Mann, der ursprünglich aus dem Einzelhandel kommt, hatte mit seinem Laden Cumquat zwar einen sagenhaften Erfolg, aber er wollte noch mehr: so entschloss er sich, sein eigenes Label aus dem australischen Boden zu stampfen. Seine Herbst-/ Winterkollektion 09/10 ist ein Mix aus Wolle, schwerer Baumwollstoffe und zeitgenössicher Schneiderkunst. Dazu gehören auch Hosen mit tief sitzendem Schritt, lange Opi-Cardigans und Strickpullis. Neben Schwarz und Weiss verwendet Nathan Smith hauptsächlich gedeckte und auch erdige Farben wie Schokobraun und beerige Rottöne.
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Who Am Eye
Hinter dem etwas holprigen Namen Who Am Eye versteckt sich last but not least ein weiteres australisches Label, das mit charmant verknitterter Mode für Ihn (aber auch für Sie!) aufwartet. Das Konzept: zwei Indie-Brüder machen Klamotten für andere Indie Leute. Im Namen mag möglicherweise ein Fragezeichen fehlen und überhaupt klaffen hier Rechtschreibfehler der schmerzhaftesten Art auf, aber Gott sei Dank steht die Rechtschreibung supereng sitzenden Hosen keinesfalls im Weg. So ausgelutscht das auch klingen und auf den ersten Blick erscheinen mag: dieses Label kann deinen gesamten Kleiderschrank möglicherweise auf Vordermann bringen.
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Nun denn: frisch ans Werk und viel Spass beim Entdecken neuer Möglichkeiten!
Text: Anja Mikula

Kommentare (3)
@anja: du redest von "männer", "vordermann" etc. 1. dieses model, der diese mode repräsentiert, ist ein knabe, der grob unterernährt ist. deshalb wenn schon "vorderknabe". 2. diese superengsitzende, hochwasser hose sollen eben diesen indie, legeren eindruck erwecken. dabei ist es doch soooo verklemmt und erzwungen. männer sollten bitte lieber nicht in diesem look auf die strasse. lg, adil
von adil am 5.10.2009 20:01hey adil! wenn du einmal einen röhrlijeans anhattest, schmeisst du deine baggies weg! sooo bequem! aber eigentlich finde ich die hosen hier gar nicht so eng! cheap monday ist was anderes!!!!
von dont let them hang loose am 8.10.2009 15:00