Das Magazin am Körper
Abgefahrene Ideen braucht die Medienlandschaft! Definitiv nicht konventionell ist das Magazin der schwedischen Truppe um "T-Post". So drucken sie ihr Mag nicht auf Papier, sondern auf das nach ihrer Meinung erfolgreichste Medium der Pop-Geschichte: Das T-Shirt.
Doch immer der Reihe nach: Der Schwede Peter Lundgren und ein paar seiner Freunde, fanden eines schönen Tages, dass es an der Zeit sei, den Medien mal wieder den Stecker zu ziehen. "Alles begann mit der Idee, die Struktur der News Kommunikation von Kabeln zu befreien und neue, aber analoge Möglichkeiten zu entwickeln", sagt der Gründer von T-Post. T-Post ist es ein Anliegen, die Leute für wichtige Themen zu begeistern und da die Macher alle grosse T-Shirt-Fans sind, lag es auf der Hand, dieses Medium dazu zu nutzen. "T-Shirts provozieren oft Konversation und wenn man eine Story oder News damit verbindet, fangen die Leute an, über diese nachzudenken".
Und so funktioniert’s: Am Anfang einer Ausgabe wählt die Redaktion von "T-Post" ein Thema aus den Medien, das aussergewöhnlich, doch global relevant ist. Zum Beispiel die Meldung, dass Google Earth dazu benutzt wurde, den verlorenen Garten Eden wiederzufinden oder etwa die ethische Diskussion bezüglich Geist und Verstand erweiternder Super-Drogen. Ist das Thema gefunden, schreiben die Redakteure einen Text dazu und schicken die Story anschliessend ihren Lieblingskünstlern zu, die das Thema visuell verarbeiten. Diese visuelle Interpretation des Artikels drucken sie auf die Vorderseite eines T-Shirts und auf die Innenseite den Artikel – et voilà, fertig ist eine Issue!



Um eines dieser tragbaren Magazine zu bekommen, muss man sich für ein Abo anmelden und bekommt dann alle sechs Wochen eine Ausgabe der "T-Post" nach Hause geschickt. Mittlerweilen stammt die Leserschaft aus über 50 Ländern, verteilt über den ganzen Erdball. Und weil der "Artikel" auf der Innenseite des Shirts aufgeduckt ist, muss der Träger, respektive der Leser, die Geschichte mit seinen eigenen Worten weitererzählen, was zu ganz verschiedenen Interpretationen führt. So entsteht so etwas wie das Spiel "Stille Post" (ihr wisst schon, das "Ich-flüster-dir-was-ins-Ohr-und-du-sagst-es-weiter-Ding"), bei dem die anfängliche Information am Schluss – je nach Interpretation – komplett modifiziert wiedergegeben wird.
Ihr seht also, T-Post ist kein "normales" Magazin. Vielmehr ist es ein Projekt von kreativen Visionären, die Kunst, Medien und Soziales verbinden wollen.


Und ja, ihr habt richtig gedacht, wir verlosen natürlich ein Abo für das aussergewöhnliche Mag. Schreibt einfach eine Mail mit eurem Namen und eurer Adresse an wettbewerb@kinkimag.ch mit dem Betreff "T-Post" und der gewünschten T-Shirt-Grösse (S, M, L oder XL), und vielleicht tragt ihr die News der Welt schon bald am Körper.
Text und Interview: Antonio Haefeli
Fotos: t-post.se

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