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Thomas Ott - Schauergeschichten

Am 26.4.2010 2 Kommentare
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Der Schweizer Künstler Thomas Ott gehört zu den spannendsten Comiczeichnern der Szene. Anstatt mit dem Stift Tinte auf Papier aufzutragen, kratzt und ritzt Ott mit einem Japanmesser weisse Linien und Flächen in einen schwarzen Schabkarton. Die Technik sowie die tragischen Geschichten, die Ott virtuos und detailaffin umsetzt, bedienen vorwiegend die dunkle Seite des Lebens. Viele Skelette, der Tod selbst, Seemänner, Luchadores, Maria, Jesus und Elvis finden sich in Otts düsteren Illustrationen wieder.

 

Daneben treten aber auch zahlreiche Charaktere ohne Namen aber mit reichen Geschichten auf, die meist von Schicksalsschlägen, psychischen Abgründen und hoffnungslosen Träumen geprägt sind. Nicht ohne makabren Humor erzählt Ott von Pechvögeln, Trinkern, Nutten und Depressiven, die zwischen schäbigen Bars, kümmerlichen Wohnungen und finsteren Gassen ihr Dasein fristen, sodass auch aus der Misere etwas Schönes erwächst. Über 12 Bücher, die Titel wie "The Number", "La Grande Famiglia", "Cinema Panopticum" und "t.o.t.t." tragen, veröffentlichte Thomas Ott bereits. Für Magazine fertigt Ott moderatere oder einfach an Themen angepasste Illustrationen und lustige Cartoons, welche sein Spektrum erweitern.


Vom 1. – 9. Mai 2010 stellt Thomas Otts am Fumetto Comix-Festival in Luzern sein "Ottologisches Zimmer" zur Schau. Dort brechen seine Figuren ihr zweidimensionales Dasein auf Comic-Seiten auf, um im ottologischen Schaukasten Gestalt anzunehmen. Das Ottologische Zimmer gleicht einem medizinischen Kabinett, einem Museum und einem Versuchslabor eines Professors, der mit allen abstrusen und pseudo-wissenschaftlichen Mitteln Menschen heilen möchte. Grossformatige Bilder bilden den Rahmen dieses Hausbesuchs, der sicherlich manch einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt.

 

Die Ausstellung findet im Experimentierraum der HSLU Design & Kunst an der Rössligasse statt. Übrigens findet am 8. Mai um 17 Uhr die Vernissage des Comic "R.I.P. Best Of 1985-2004" statt.


Weitere Informationen zur Ausstellung findet ihr auf der Fumetto Website.

Tags: thomas ott, Illustration

Kommentare (2)

  • brrrrrrr, fantastico

    von Anina am 29.4.2010 15:52
  • geili sieche

    von Anonymous am 12.5.2010 18:43

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