Chrissy Angliker - Drips & Drops

Die Künstlerin Chrissy Angliker arbeitet, wie es beim Anblick ihrer Werke scheint, mit der Schwerkraft zusammen. Auf vorsätzliche Pinselstriche, welche ihr Antlitz, Porträts von Freunden, Strandszenerien und Landschaften umzeichnen, folgen immer frei fallende Farbtropfen, die jedes Bild durch willkürliche und natürliche, horizontale Spuren vervollständigen. Angliker geht es darum, in jedem Bild eine Balance zwischen den kontrollierbaren und den unkontrollierbaren Komponenten der Malerei zu finden, wie sie selbst verrät. Dahinter verbirgt sich eine tiefere Überlegung: Chrissy Angliker möchte damit auch ihre Auffassung der Welt als Balance zwischen Kontrolle und Chaos künstlerisch manifestieren.
In ihren Bildern scheinen die Widersprüche, die das tägliche Leben mit sich bringt, harmonisch vereint. Die unbändigen Farbspuren und die versetzten Farben beleben Anglikers Bilder und verleihen ihnen ein Eigenleben und Emotionen. Der Fluss der Farbtropfen haucht den Porträts aber teilweise auch eine Traurigkeit und den Bildern allgemein eine Vergänglichkeit ein.
Chrissy Angliker wurde in Zürich geboren und ist in Greifensee und Winterthur aufgewachsen. Mit 16 Jahren zog sie nach Massachusetts, um "Fine Art" zu studieren, ein Master in "Industrial Design" in New York folgte. Sie arbeitet mit unterschiedlichen 2D- und 3D-Medien, die sich gegenseitig beeinflussen. Heute widmet sie sich vermehrt der Malerei und drückt dadurch stets ihre spirituellen, politischen und humanitären Ansichten aus.
Bis Ende Woche können einige ihrer Arbeiten noch an der young at art in der Galerie ArtSeefeld bewundert werden. Im Oktober nimmt sie an der Jungkunst in Winterthur teil.

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