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Céline Meyer und Roger Grisiger - Fotografen-Duo: 2213

Am 11.9.2008 2 Kommentare
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Die beiden Bieler Fotografen Céline Meyer und Roger Grisiger haben 2007 ihr Atelier 2213 gegründet. Grisu, der sicheren und ruhigen Auges aus der Hüfte schiesst und dabei mitten ins Herz des Betrachters trifft. Céline, die hinter der Kamera tanzt, händewedelnd und stilsicher die Models durch den Bildausschnitt jagt.

 

2213 verschreibt sich bewusst keinem Genre. Bei der Arbeit zählen für Céline und Grisu die Lust auf das Bild, auf die Auseinandersetzung mit dem Objekt und dem Kunden.

Tags: Fotografie, Roger Grisiger, 2213, Celine Meyer

Kommentare (2)

  • cooler Style

    von merowinger am 3.11.2008 11:41
  • Hallo mspro,nicht direkt eine Antwort, aber das ist aus dem ogbien entstanden:Ich versuche mal systematisch zu formulieren, was mich an dem Querylogy-Gedanken interessiert, bzw. von welchem Standpunkt aus ich ihn verstehen will. Diesmal wirklich in drei Punkten. Ich hoffe Punkt Drei bringt Eins und Zwei zu einem sinnvollen Ergebnis.1.Herrschafts/IdeologiekritikIch erkenne unsere Welt als hierarchisch geordnet. Herrschaft he4lt diese Hierarchie aufrecht. Und: Die Hierarchie ist deutlich zu Ungunsten der Beherrschten. Und: Die Beherrschten sind deutlich in der dcberzahl. Und: Die Herrschaft wird fcberwiegend nicht offen gewaltsam ausgefcbt. Neben der Drohung von Gewalt erkle4rt sich dieser Zustand durch die Einwilligung der Beherrschten. Ideologiekritik sieht ihre Aufgabe u.a. darin, diese Einwilligung zu hinterfragen, aufzubrechen und den Betroffenen Mittel an die Hand zu geben, die Einwilligung aufzukfcndigen.Querylogy kf6nnte als Methode und als Erkenntnis dazu beitragen, ideologische Filtervoreinstellungen als solche zu erkennen. Indem das Subjekt lernt, dass Wirklichkeit im Cyberspace aus seinen Anfragen generiert wird, kf6nnte es auch erkennen, dass es sich mit jeder Art von Wirklichkeit so verhe4lt. Auch unser FirstLife verstehen wir nur, weil wir es auf ganz bestimmte Arten interpretieren und nicht, weil es ist wie es ist. Wenn man die Interpretationsmuster analog zu Filtereinstellungen versteht, kf6nnte man bspw. Rassismus als solchen Filter erkennen. Einen bestimmten Anteil der Bevf6lkerung als rassisch minderwertig zu bezeichnen, erlaubt es, diesen andere Lebensumste4nde zuzumuten als sich selbst. Der Filter erlaubt, soziale Schieflagen zu fcbersehen oder rauszurendern. Gleichzeitig verhindert er, In Kontakt mit den Anderen zu treten. Ziel sollte es jetzt nicht sein, zu fcberlegen, welche Filtereinstellung bequemer ist, sondern klarzumachen, dass man sie e4ndern kann. Alle „das ist bei denen halt so“, „der Neger schnaxelt eben gerne“, etc.-Se4tze verlieren ihren Anspruch: ne4mlich naturgesetzlich zu sein.2.WirklichkeitsverlustJeder generiert seine eigene Wirklichkeit. Bei solchen Einsichten beschleichen einen Zweifel. Oder Angst. Zweifel daran, ob der Satz stimmen kann, wenn wir ste4ndig die Erfahrung machen, auf gemeinsames Erleben zurfcckzugreifen. Was sorgt daffcr, dass wir trotz Milliarden von Wirklichkeiten fcberhaupt kommunizieren kf6nnen? Diese Frage ist vielfe4ltig beantwortet worden, ohne vom „jedem seine Wirklichkeit“ abzurfccken (Luhmann, Leibniz, Foucault). In allen Formen kann diese Einsicht Grusel oder Horror auslf6sen. Der Verlust einer verle4sslichen, gemeinsamen Wirklichkeit sorgt ffcr ein Maximales Geffchl von Isoliertheit. Sehr anschaulich wird diese Angst in Filmen dargestellt, in denen der Protagonist tatse4chlich oder vermeintlich unter Wahnvorstellungen leidet.Querylogy tre4gt natfcrlich zu dieser Form von Wirklichkeitsverlust bei. Die Matrix wird benannt, die blaue (oder rote?) Pille geschluckt. Allerdings finden wir keine „echte Realite4t“ hinter der Matrix. Kein wir Menschen (Natur) gegen die Maschinen (Kunstprodukt). Keine Hafergrfctze, kein Umkleidengeruch, kein Feind, der sich automatisch enthfcllt. Hinter der Matrix findet sich nur die Aufforderung eine eigene zu bauen. Die Wirklichkeit existiert nur als Konstrukt. 3.Realite4tsmaschinenWarum aber, leben wir nicht in einem allte4glichen Alptraum der Isolation? Weil Kommunikation anschlussfe4hig ist! Binsenweisheit. Wir finden nicht nur die Eingabeaufforderung, sondern zugleich ein Netz an bereits existenten Vorschle4gen ffcr Realite4t. Im Laufe des Lebens bekommen wir ein grodfes Set an Interpretationen an die Hand, mit denen Wirklichkeit generiert wird. Unser Hirn kann als Realite4tsmaschine verstanden werden, die in Echtzeit Wirklichkeit schafft. Offensichtlich funktioniert das auch ziemlich reibungslos – also Problemfrei.Neben dem Wahn gibt es jedoch ein weiteres Problem – und das sitzt tief: Wir haben keinen direkten Zugriff auf die Parameter, nach denen unser Hirn die Welt um uns entstehen le4sst. Sich fcber diese Unwissenheit aufzukle4ren ist ein erster Schritt. Seinen Ansichten gegenfcber skeptisch zu bleiben ein weiterer. Und hierbei kf6nnte angewandte Querilogy enorm hilfreich sein. Im erkennen des eigenen Schaffens durch Queries erkennt das Subjekt, dass nur es selbst fcberhaupt schaffen kann. Vorgefertigte Meinungen sind letztlich nichts anderes als gefiltertes Internet. Wer einmal den Unterschied zwischen freiem und gefilterten Web gespfcrt hat (bspw. an einem Schulrechner mit Jugendsicherung), der realisiert, dass ihm ein Stfcck Realite4tsgenerierung verweigert wurde. Man ne4hme an, man dfcrfte keine Anfragen an Suchmaschinen starten, sondern mfcsste alles von der Startseite spiegel.online (oder bild.de) beginnen. Man kann die Enge beinahe kf6rperlich erfahren. Und schon Google.com als Startseite lehrt einen, dass fcberhaupt nichts geschehen wird, wenn wir keine Frage an die Welt haben.Querylogy bietet also Erkenntnis und Methode zum bewussten Erleben einer durch User-Anfragen konstruierten Welt. Damit ist noch nichts darfcber gesagt, welche Gruppen von Menschen sich um welche Arten von Realtite4tsmerkmalen scharen. Aber es gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich Subjekte in diesen Zusammenballungen fcber den Grund des Zusammenkommens klar werden. Das Internet als Realtite4smaschine ist als solche leichter zu erkennen, Fehlschlfcsse wie im FirstLife leichter zu vermeiden.Inwieweit sich aus der Erkenntnis fcber den Konstruktionscharakter der Welt ein Anspruch an die Abschaffung von Privatsphe4re (das radikale Recht des Anderen) ergibt – damit man keine Barrieren im Schaffensprozess der Anderen erschafft – dieser Anspruch muss noch nachgewiesen werden.Soweit, lg.Trill

    von Moda am 5.3.2012 15:37

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